Deutsche Hilfen zur Bekämpfung von Ebola in der DR Kongo
Berlin: (hib/AHE) Das Auswärtige Amt hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Bekanntwerden des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo vier Millionen Euro für Maßnahmen zur Eindämmung und zur Patientenbehandlung direkt bereitgestellt. Das geht aus der Antwort (21/7828(Dokument, öffnet ein neues Fenster))der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/7466(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor. Davon entfielen zwei Millionen Euro auf den WHO-Nothilfefonds und zwei Millionen Euro auf die laufende afrikaweite Förderung der WHO.
Darüber hinaus gehöre Deutschland zu den größten Gebern des Zentralen Nothilfefonds der Vereinten Nationen (CERF), der für die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs bisher insgesamt 60 Millionen US-Dollar vorgesehen habe. Zudem sei Deutschland nach den USA und der EU drittgrößter Geber des Pandemiefonds. Dieser habe insgesamt 220,6 Millionen US-Dollar für die Reaktion auf den Ebola-Ausbruch und für die Vorsorge in Nachbarländern bereitgestellt habe.
Wie die Bundesregierung weiter ausführt, erschweren bewaffnete Kämpfe im Osten der DR Kongo die Bekämpfung des Ausbruchs massiv. Hilfsorganisationen könnten sich nur eingeschränkt und unter hohem Sicherheitsaufwand bewegen. Das Konfliktgeschehen selbst verursache weitere medizinische Notfälle und binde dadurch medizinische Kapazitäten, die sonst zur Überprüfung und Behandlung von Ebola-Fällen genutzt werden könnten. Durch wiederholte Angriffe bewaffneter Gruppen würden zudem weiterhin Tausende Personen zur Flucht gezwungen. Diese Personen seien einerseits selbst besonders anfällig, andererseits in der Kontaktnachverfolgung nur schwer zu erfassen. Die schwierigen Lebensbedingungen von rund 5,9 Millionen Binnenvertrieben in der DR Kongo würden zudem das Risiko einer schnellen Verbreitung des Virus bergen.
Ebola ist eine Infektionskrankheit, die vom Tier zum Menschen und vom Menschen zum Menschen durch den direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird und im Durchschnitt in 50 Prozent der Fälle tödlich verläuft. Nach einer großflächigen Epidemie zwischen 2014 und 2016 in Westafrika ist es ab Mai 2026 zu einer neuen Infektionswelle im Osten der DR Kongo mit bisher laut WHO-Angaben rund 5.000 bestätigten Erkrankten und 2.325 Todesfällen (Stand Mitte August) gekommen.