11.09.2026 Wirtschaft und Energie — Antwort — hib 703/2026

Gasspeicher Ende August zu 51 Prozent gefüllt

Berlin: (hib/NKI) Im Vergleich zum Vorjahr ist der aktuelle Füllstand der Gasspeicher (Stand: 26. August 2026) mit 126,8 Terawattstunden (was 51,2 Prozent entspricht) um 45,2 TWh oder 17,7 Prozent geringer. Das geht aus der Antwort (21/7879(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/7599(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen hervor.

Rund ein Viertel der deutschen Speicher habe das Füllstandsziel bereits übertroffen. Bei einigen Speichern sei aufgrund des niedrigen Füllstands ein Erreichen der Füllstandsvorgabe technisch nicht mehr möglich. Dies betreffe insbesondere Porenspeicher, da diese nur langsam befüllt werden könnten, wie die Speicher Wolfersberg, Frankenthal, Inzenham-West und Breitbrunn.

Bei den Kavernenspeichern sei ein Erreichen der Vorgabe aufgrund der höheren Einspeichergeschwindigkeit technisch noch möglich.

„Die Füllstände der einzelnen Speicher werden engmaschig gemonitort“, schreibt die Bundesregierung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Bundesnetzagentur stünden dazu in regelmäßigem Austausch. Isolierte Maßnahmen für einzelne Speicher seien nicht ergriffen worden, da im Rahmen der Versorgungssicherheit nicht der Füllstand einzelner Speicher maßgeblich sei, sondern der Füllstand aller Speicher sowie die Gesamtversorgungslage.

Die Bundesregierung betont, dass die Wintervorsorge und Befüllung der Speicher „grundsätzlich eine Aufgabe der Gashändler sind“. Sie hätten Lieferverpflichtungen gegenüber Stadtwerken, Industrie und anderen Kunden und müssten sich ausreichend absichern, heißt es in der Antwort.