11.09.2026 Landwirtschaft, Ernährung und Heimat — Antwort — hib 704/2026

Ansäuerung von Gülle kann Emissionen senken

Berlin: (hib/SCR) Die Ansäuerung von Gülle hat sich nach Angaben der Bundesregierung als „wirksame Technik zur Verringerung von Ammoniak- und Methanemissionen in der Luft“ erwiesen. In Deutschland werde das Verfahren bislang allerdings kaum eingesetzt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/7878(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/7518(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor.

Die Ansäuerung von Gülle sei nach der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nicht verboten, schreibt die Bundesregierung. Auch die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) ermögliche die Ansäuerung von Gülle zur Reduzierung der Ammoniakemissionen. Eine Novellierung der Verordnung sei derzeit nicht geplant. Bei einer künftigen Novellierung will die Bundesregierung den Angaben zufolge jedoch prüfen, ob die rechtliche Einordnung von angesäuertem Flüssigmist klargestellt werden könne, heißt es in der Antwort.