Technischer Hitzeschutz in der Gesundheitsversorgung
Berlin: (hib/PK) Die Finanzierung eines technischen Hitzeschutzes in der Gesundheitsversorgung ist Thema einer Kleinen Anfrage (21/7940(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Grünen-Fraktion. Die Hitzewellen des Sommers 2026 hätten gezeigt, dass das Gesundheits- und Pflegesystem auf die Versorgung schwer hitzeerkrankter Patienten technisch, strukturell und organisatorisch nur unzureichend vorbereitet sei.
Weniger als ein Drittel aller Krankenhäuser verfüge über klimatisierte Patientenzimmer, in 81 Prozent der untersuchten Häuser fehlte Klimatisierung auf Normalstationen vollständig, nur 19 Prozent der Notaufnahmen seien vollständig klimatisiert, und die Versorgung auf nicht klimatisierten Stationen sei nach internationalen Daten ein eigenständiger Risikofaktor für ein schlechtes Behandlungsergebnis beim Hitzschlag, heißt es in der Anfrage.
Bauliche Anpassungen, die Klimatisierung kritischer Krankenhausbereiche und die Vorhaltung geeigneter Kühlausrüstung erforderten eine dauerhafte Investitions- und Betriebskostenfinanzierung. Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, welche Erkenntnisse der Bundesregierung über den Stand der Klimatisierung von Notaufnahmen, Normalstationen, Überwachungseinheiten und Intensivstationen in den Krankenhäusern vorliegen.