21.09.2026 Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung — Antwort — hib 721/2026

Ende des „Business Scouts for Development“-Programms

Berlin: (hib/JOH) Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zwischen 2021 und 2025 geförderte Kooperationsnetzwerk „Business Scouts for Development“ (BSfD) besteht laut Bundesregierung nicht mehr als eigenes Programm, nachdem der Bundesrechnungshof strukturelle Defizite festgestellt hatte. Seit dem 1. Januar 2024 würden die Beratungsangebote für Wirtschaftsakteurinnen und Wirtschaftsakteure in der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) gebündelt, schreibt sie in einer Antwort (21/8009(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Antwort (21/7596(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.

Das BMZ habe dabei die Empfehlungen des Bundesrechnungshofes im Zuge der Neuordnung seiner Instrumente zur Zusammenarbeit mit der Wirtschaft berücksichtigt. Insbesondere sei die Doppelbesetzung beendet, der Anteil der Inlandsscouts gegenüber den Auslandsstellen verringert und die Zahl der Partnerinstitutionen reduziert worden. Zudem habe man die Empfehlung, die Einsatzdauer in derselben Partnerinstitution konsequenter zu begrenzen, bei der weiteren strategischen Entwicklung berücksichtigt.

„Die Bundesregierung zieht aus den Feststellungen des Bundesrechnungshofes die Konsequenz, vergleichbare Förderprogramme klarer an ihren Zielsetzungen auszurichten, Personal und Mittel bedarfsgerecht einzusetzen und inhaltliche Überschneidungen zu vermeiden“, betont sie.

Im Zuge der Zusammenführung des BSfD-Programms mit der AWE sei die Beratung von Unternehmen zu Förderinstrumenten und Angeboten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie das Wirkungsmonitoring in die neue Struktur überführt worden. Zum Projektstart habe außerdem eine Übertragung der Restmittel des BSfD-Programms stattgefunden.