Bisher 71 vertrauliche Geburten in diesem Jahr
Berlin: (hib/CHE) In diesem Jahr hat es bis Ende Juli 71 vertrauliche Geburten in Deutschland gegeben. In den Vorjahren hat die Zahl über die ganze Jahresspanne betrachtet jeweils bei rund 100 bis 120 gelegen. Den Höchststand mit 155 vertraulichen Geburten weisen die Statistiken für das Jahr 2020 aus. Diese Zahlen sind Bestandteil einer Antwort (21/8024(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/7740(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der AfD-Fraktion.
Im Jahr 2020 war demnach auch die Nutzung des telefonischen Beratungsangebotes für Schwangere in Not mit rund 7.500 Beratungskontakten am Höchsten. Im Jahr 2025 gab es knapp 6.000 Beratungen über das Hilfetelefon, wie aus der Antwort weiter hervorgeht. „Beim Hilfetelefon Schwangere in Not ist die telefonische Beratung 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche in 18 Fremdsprachen möglich. Bei Bedarf kann innerhalb einer Minute eine Dolmetscherin über eine Konferenzschaltung in das Beratungsgespräch eingebunden werden“, erläutert die Regierung. Die Kosten, die der Bund für das Angebot trägt, lagen den Angaben zufolge 2025 bei rund 231.000 Euro. Die Regierung habe keine Erkenntnisse darüber, wie viele Frauen, die vertraulich entbunden haben, sich entschlossen haben, ihr Kind anzunehmen, also nicht zur Adoption freizugeben.