Gedenken an die Opfer des Massakers von Babyn Jar
Berlin: (hib/AHE) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will mit dem Gedenken an die Opfer des Massakers von Babyn Jar vor 85 Jahren an die Verantwortung Deutschlands für die Ukraine erinnern. In einem Antrag (21/8152(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) fordern die Abgeordneten die Bundesregierung unter anderem auf, mit Bildungsarbeit und Kulturprojekten in der Ukraine und in Deutschland das Erinnern an die deutsch-ukrainische Geschichte zu fördern. Insbesondere solle die Vermittlung der Geschichte des deutschen Vernichtungskrieges in der Ukraine, die Dokumentation von Zeitzeugenberichten sowie der Austausch zwischen Gedenkstätten, Museen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gestärkt werden.
Das Massaker von Babyn Jar am Rande von Kiew Ende September 1941 „war eine von NS-Deutschland organisierte und durchgeführte Massenerschießung, die zu den größten Mordaktionen des Holocaust zählt und heute ein besonders grausam herausragendes Zeugnis der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik und der barbarischen Kriegsverbrechen der deutschen Nazi-Diktatur in Osteuropa darstellt“, schreiben die Abgeordneten.
Mit Blick auf die Gegenwart und den Krieg Russlands gegen die Ukraine sei Deutschland in der Verantwortung, „die Ukraine auf allen Ebenen weiter und stärker bei der Verteidigung ihres Rechts auf Selbstbestimmung, ihrer Unabhängigkeit, ihrer Freiheit, ihrer territorialen Integrität und ihrer Souveränität zu unterstützen“.