Ausbaupläne bei High-Perfomance Computing
Berlin: (hib/JOH) Die Bundesregierung sieht derzeit keine Gefahr für die Sicherheit aktueller deutscher Verschlüsselungsverfahren durch die chinesische Führungsposition im Bereich von sogenannten Exascale-Rechnerm. Würden die Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hinsichtlich sicherer kryptografischer Algorithmen (TR-02102) umgesetzt, sei eine sichere Kommunikation möglich, betont sie in einer Antwort (21/8099(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage (21/7851(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der AfD-Fraktion. Das BSI stelle den Betreibern Kritischer Infrastrukturen und allen anderen Nutzern entsprechende Informationen auf seiner Website zur Verfügung.
Der Bund habe in den Jahren 2023, 2024 und 2025 den Auf- und Ausbau der öffentlichen Höchstleistungsrechner in Deutschland mit Projektfördermitteln in Höhe von insgesamt rund 290 Millionen Euro unterstützt, heißt es ferner. Für die kommenden Jahre sei eine deutliche Erhöhung der Fördersummen des Bundes in diesem Bereich geplant, insbesondere um den Aufbau der AI Gigafactory in Deutschland zu unterstützen. Die Planungen sähen derzeit bis zum Jahr 2029 eine Summe in Höhe von rund einer Milliarde Euro vor.
Weiter erklärt die Bundesregierung, sie halten an ihren Ausbauplänen für das öffentlich-finanzierte High-Performance Computing (HPC) fest, vor allem angesichts der wachsenden Bedarfe für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI). So vergrößere sie die Rechenkapazität für Wissenschaft und Unternehmen, insbesondere durch die Inbetriebnahme neuer Rechner an den AI Factories in Jülich und Stuttgart bis zum Jahr 2027 sowie neuer GCS-Großrechner in München und Stuttgart im Jahr 2027 erheblich.
Gleichwohl werde der zukünftige Bedarf nach Rechenleistung nur zu einem Teil durch öffentlich-finanzierte Höchstleistungsrechner wie Jupiter bedient werden können, erklärt die Bundesregierung. Wesentlich sei insbesondere auch der Ausbau von privaten Rechenkapazitäten. Erklärtes Ziel der am 18. März 2026 veröffentlichten Nationalen Rechenzentrumsstrategie sei es daher, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis zum Jahr 2030 mindestens zu verdoppeln und die Rechenkapazitäten für HPC und KI mindestens zu vervierfachen.