Warburg-Pincus übernimmt über 80 Prozent an PSI
Berlin: (hib/NKI) Die Bundesregierung hat am 13. Oktober 2025 Kenntnis von dem geplanten Stimmrechtserwerb an dem IT-Dienstleister PSI durch den US-Investor Warburg Pincus erhalten. Das geht aus der Antwort (21/8089(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/7858(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) von Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Hinsichtlich des Erwerbsvorgangs sei unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) ein Investitionsprüfverfahren unter Beteiligung der fachlich betroffenen Ressorts eingeleitet worden. Das Prüfverfahren sei „Ende Juni 2026 mit einer Freigabe des Erwerbs von bis zu 83,24 Prozent an PSI unter Auflagen abgeschlossen“ worden, heißt es in der Antwort. Die Investitionsprüfung trage unter anderem zum Schutz der Souveränität und strategischen Handlungsfähigkeit Deutschlands und Europas bei, insbesondere im Energiebereich, sowie zur Stärkung der Resilienz.
Aus Sicht der Bundesregierung sei PSI „ein wichtiger Anbieter von Softwarelösungen“ unter anderem für Betreiber kritischer Infrastrukturen, insbesondere zur Steuerung von Strom- und Gasinfrastruktur. Im Rahmen des Investitionsprüfverfahrens seien daher die Marktstellung des Unternehmens, die potenziellen Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit sowie weitere sicherheitsrelevante Aspekte und Hinweise „umfassend bewertet und bei der Entscheidung berücksichtigt“ worden, heißt es in der Antwort.