05.10.2026 Auswärtiges — Antwort — hib 771/2026

Deutsch-marokkanische Migrationskooperation

Berlin: (hib/AHE) Zur Entwicklung des Migrationsgeschehens an der Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta Ende Juli 2026 haben der Bundesregierung nach eigenem Bekunden vorab keine spezifischen Erkenntnisse vorgelegen. Das geht aus der Antwort (21/8272(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/7806(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor.

Die Bundesregierung stehe mit der Europäischen Union, ihren Agenturen und den Mitgliedstaaten zu den Migrationsdynamiken an den Außengrenzen der EU in laufendem Kontakt, zudem berichteten die Auslandsvertretungen regelmäßig und anlassbezogen über die migrationspolitischen Entwicklungen in ihren jeweiligen Gastländern. Darüber hinaus betreibe die EU-Frühwarn- und Prognoseinstrumente wie das „Migration Preparedness and Crisis Blueprint Network“ oder das Frühwarnsystem der EU-Asylagentur.

Grundsätzlich bewerte die Bundesregierung die seit 2024 bestehende deutsch-marokkanische Migrationspartnerschaft positiv. Fortschritte zeigten sich unter anderem in einer substantiellen Steigerung der Rückführungszahlen nach Marokko. Die Bundesregierung tausche sich vor dem Hintergrund der dynamischen Migrationslage regelmäßig vertrauensvoll mit Marokko aus.