Gerichtete Blutspenden bei planbaren Eingriffen gefordert
Berlin: (hib/PK) Die AfD-Fraktion will die Patientenautonomie durch gerichtete Blutspenden stärken. In Deutschland seien gerichtete Blutspenden derzeit nur in eng begrenzten medizinischen Ausnahmefällen zulässig. Die Richtlinie Hämotherapie der Bundesärztekammer sehe eine Spenderwahl durch den Patienten grundsätzlich nicht vor, heißt es in einem Antrag (21/8392(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion.
Gerichtete Spenden kämen nur bei bestimmten immunhämatologischen Konstellationen oder seltenen Blutgruppen in Betracht. Ein allgemeiner Anspruch auf eine gerichtete Spende zur Stärkung der Patientenautonomie bestehe nicht.
Die Abgeordneten fordern, das Transfusionsgesetz zu novellieren, um gerichtete Blutspenden bei planbaren Eingriffen zuzulassen und damit die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Bundesärztekammer die Richtlinie Hämotherapie entsprechend anpassen kann.