12.10.2026 Auswärtiges — Kleine Anfrage — hib 810/2026

Beisetzung des Kriegsverbrechers Mladić in Serbien

Berlin: (hib/AHE) Den Umgang der Bundesregierung mit aktuellen Entwicklungen in Serbien thematisiert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (21/8339(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Die Abgeordneten erkundigen sich darin nach der „vom serbischen Staat unterstützten Rückführung und Beisetzung des Leichnams des bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladić“ und wollen unter anderem wissen, weshalb sich weder Bundeskanzler Friedrich Merz noch Außenminister Johann Wadephul dazu geäußert haben.

Die Abgeordneten weisen darauf hin, dass Mladić „vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) unter anderem wegen Völkermord, Verfolgung, Vernichtung, Mord, Terror, unrechtmäßiger Angriffe auf Zivilpersonen und Geiselnahmen in Zusammenhang unter anderem mit der menschenverachtenden Belagerung Sarajevos und dem Völkermord von Srebrenica zu lebenslanger Haft verurteilt worden war“. Mladić sei vom serbischen Staat feierlich nach Belgrad überführt und dort mit militärischen Ehren in Anwesenheit von serbischen Regierungsmitgliedern aufgebahrt und beigesetzt worden.