Gute Prävention wichtig im Kampf gegen Sepsis
Berlin: (hib/PK) Eine gute Prävention ist nach Ansicht der Bundesregierung essenziell, um die Entstehung von Sepsis (Blutvergiftung) zu vermeiden. Dazu gehörten unter anderem Schutzimpfungen und Hygienestandards, heißt es in der Antwort (21/8419(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/7789(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Grünen-Fraktion.
Die Einhaltung von Hygieneanforderungen sei Bestandteil der Qualitätsprüfungen in stationären Pflegeeinrichtungen. Zu Schutzimpfungen seien alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte berechtigt. Sepsis geht oft auf Infektionen zurück, die mit Impfungen verhindert werden können, beispielsweise Grippe (Influenza). Bei der Sepsis sei eine schnelle Diagnose und zeitnahe Behandlung überlebenswichtig, heißt es in der Antwort.
In der Einführung eines Sepsis-Registers sieht die Bundesregierung jedoch derzeit keinen Mehrwert. Dies wäre mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand verbunden. Auch wäre eine klare Zuordnung mancher Patienten schwierig, da Sepsis häufig erst in Zusammenhang mit einer chronischen Erkrankung entstehe.
Zudem biete das Forschungsdatenzentrum (FDZ) Gesundheit eine geeignete Basis, um die Langzeitfolgen von Betroffenen und die Versorgung von Sepsis zu analysieren. Auf dieser Basis könnten etwa neue Leitlinien entwickelt werden.