Agrar-Ausschuss stimmt gegen AfD-Antrag zu Agrardrohnen
Berlin: (hib/SKÖ) Der Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat in seiner Sitzung am Mittwoch einen Antrag der AfD-Fraktion zum Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft abgelehnt. Den Antrag (21/8134(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hatte die Fraktion AfD unter dem Titel „Landwirtschaftliche Innovation fördern - Den Einsatz von Agrardrohnen entbürokratisieren“ eingereicht.
Mit ihrem Antrag strebt die Fraktion den Abbau bürokratischer Hürden beim Einsatz von Agrardrohnen für Pflanzenschutzmittel an. Vorgesehen ist darin etwa, eine eigene „klar definierte, risikoadaptierte Unterkategorie 'Agrardrohne'“ zu schaffen. Enthalten ist außerdem ein Förderprogramm für Entwicklung und Produktion der entsprechenden Technik. Vom Drohneneinsatz könnte die Landwirtschaft besonders in Steillagen profitieren, legte die Fraktion im Ausschuss dar.
Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke sehen grundsätzlich sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Drohnen in der Landwirtschaft. Mit Blick auf den Pflanzenschutz äußerten beide allerdings Bedenken in Bezug auf die Abdrift durch Ausbringung aus der Luft. Pflanzenschutzmitteln könnten so auf angrenzende Bereiche gelangen. Die Koalitionsfraktionen verwiesen auf die Zuständigkeit der EU. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sei derzeit damit befasst, das Thema auf EU-Ebene voranzubringen, hieß es aus der Unionsfraktion. Für den Antrag stimmte die AfD, die Fraktionen von Union, SPD, Linken und Grünen lehnten ab.