AfD fordert Verlängerung des „Lesestart“-Programms
Berlin: (hib/CHE) Die AfD-Fraktion fordert, das bundesweite Programm „Lesestart 1-2-3“ zu verlängern und auszubauen. Das Programm fördert seit Jahren die Sprach- und Lesefähigkeiten von Kindern, soll aber zum Ende des Jahres 2026 auslaufen. Dafür wird Bundesbildungsministerin Karin Prien in dem entsprechenden Antrag (21/8561(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion heftig kritisiert.
Evaluationsergebnisse zeigten, dass Bibliotheken durch die Teilnahme am Programm mehr Familien erreichen und ihr Bibliotheksangebot bekannter machen können. Damit könnten also mehr potenzielle Nutzer angesprochen und für Bibliotheken begeistert werden. „Der nationale Bildungsbericht 'Bildung in Deutschland 2026' weist anhaltend starke herkunftsbedingte Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem aus, die sich bereits vor dem Schulbesuch entwickeln“, schreiben die Abgeordneten und verweisen auf die Kritik von Fachverbänden an der Streichung der Mittel.
In dem Antrag wird unter anderem gefordert, das Programm „Lesestart 1-2-3“ ab Januar 2027 für mindestens fünf Jahre fortzuführen oder ein in Ziel, Umfang und Qualität mindestens gleichwertiges Nachfolgeprogramm aufzulegen. Ferner soll das Programm so gestaltet werden, dass die bestehende Ausgabestruktur beibehalten wird, sich die Ausgabe der Sets an der Kohortengröße orientiert (mindestens 750.000 Sets/Jahr) und die Kooperation mit den bisherigen Programmpartnern (Stiftung Lesen, Deutscher Bibliotheksverband, Kinder- und Jugendärzte) beibehalten und ausreichend finanziert wird. Im Rahmen des Programmes müssten mehrsprachige Elternmaterialien und niedrigschwellige Zugangswege ausgebaut werden, um den Schwerpunkt auf den frühzeitigen Erwerb der deutschen Sprache zu legen.