20.10.2026 Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung — Antwort — hib 846/2026

Forschung zu Lebenserhaltungssystemen für Langzeitmissionen

Berlin: (hib/DES) In einer Antwort (21/8648(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/8287(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) gibt die Bundesregierung Auskunft über den aktuellen Forschungsstand zu Lebenserhaltungssystemen für astronautische Langzeitmissionen.

Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt etwa werde bezüglich zukünftiger Entwicklungen regenerativer Lebenserhaltungssysteme die Studie LAM-GTD durchgeführt. Bis zum 31. August seien wesentliche Entwicklungsmeilensteine erreicht worden, etwa die Fertigstellung des Vorabdesigns oder die Initiierung von internationalen Partnerschaften mit Kanada und den USA. Eine „erstmalige integrierte Erprobung“ ist gemäß der Bundesregierung für das Jahr 2032 vorgesehen.

Die deutsche Raumfahrtagentur führt laut Antwort derzeit eine Marktuntersuchung für Lebenserhaltungssysteme durch. Die European Space Agency (ESA) sei aktuell mit „einer Neustrukturierung ihrer Aktivitäten zur Entwicklung von Lebenserhaltungssystemen“ befasst.

Ein weiterer Aspekt der Anfrage war der geplante Anschluss des EDEN-LUNA-Gewächshauses an die LUNA-Anlage. Laut Antwort ist dieser aktuell für das zweite Quartal des Jahres 2027 vorgesehen. Da sich EDEN-LUNA noch in der Aufbauphase befinde, seien bis zum 31. August 2026 „noch keine quantifizierten technischen Zielwerte“ hinsichtlich der Produktion essbarer Biomasse, des Energiebedarfs, des Wasser- und Nährstoffbedarfs sowie des erforderlichen Arbeitsaufwands der Besatzung festgelegt.

Eine Auflistung der seit 2015 begonnenen oder fortgeführten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Entwicklung regenerativer oder geschlossener Lebenserhaltungssysteme für astronautische Missionen ergänzt die Antwort.