Bundesregierung zum Flächenverbrauch von Biomasse
Berlin: (hib/SAS) Vor dem Hintergrund des geplanten Gesetzes zur Einführung einer Grüngas-/Grünheizölquote macht die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/8567(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage (21/8014(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion Die Linke Angaben zum Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen. Mit Verweis auf Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) teilt sie mit, dass im vergangenen Jahr auf einer Fläche von rund 2,02 Millionen Hektar Pflanzen zur Erzeugung von Bioenergie angebaut wurden. Rund 1,19 Millionen Hektar entfielen demnach davon auf Biogas und Biomethan. Für die Produktion von Biodiesel/Pflanzenöl wurde im Jahr 2025 schätzungsweise auf 571.000 Hektar Raps angebaut. Für Bioethanol wurde eine Anbaufläche von schätzungsweise 245.000 Hektar benötigt.
Mit welchem Anbauflächenbedarf sie für energetische Biomasse bis 2025 kalkuliert, dazu macht die Bundesregierung in ihrer Antwort keine Angaben. Für die Jahre 2030, 2040 und 2045 lägen ihr keine „verbindlich festgelegten Anbauflächenbedarfe für die energetische Biomassenutzung“ vor, heißt es in der Antwort. Künftige Flächenbedarfe hingen vom Energiebedarf und Rohstoffmix, von Erträgen und Nutzungseffizienz sowie von der Erschließung von Rest- und Abfallstoffen ab.
Annahmen für die künftige Entwicklung der Nachfrage seien zudem „mit großen Unsicherheiten behaftet“, so die Bundesregierung. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Nachfrage nach biogenen Brennstoffen aufgrund der im Gebäudemodernisierungsgesetz verankerten „Bio-Treppe“ und der geplanten Grüngas-/Grünheizölquote sowohl im Industriesektor als auch im Verkehr kontinuierlich steigen werde und gedeckt werden könne.