Gründe der Kostensteigerungen für die Ortsumgehung Pirna
Berlin: (hib/HAU) Für das Vorhaben Ortsumgehung Pirna im Zuge der Bundesstraße B 172 betrug nach Angaben der Bundesregierung die Kostenschätzung der zuständigen Auftragsverwaltung in Sachsen im Jahr 2017 96,6 Millionen Euro und die Kostenberechnung im Jahr 2025 288,4 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort (21/8644(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/8288(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor. Die Summe der Nachträge betrage derzeit knapp 135 Millionen Euro, heißt es in der Antwort. Sie ergäben sich unter anderem aus Schwierigkeiten in der Bauausführung, inhaltlichen Änderungen und Erweiterungen der Leistung und allgemeinen Baupreissteigerungen. Die zusätzlichen Kosten infolge der verlängerten Bauzeit seien derzeit nicht abschließend beurteilbar, wird mitgeteilt.
2020 sei eine Fertigstellung für 2022 geplant gewesen, die aufgrund der geologischen Verhältnisse im Bereich des Kohlbergtunnels auf 2023 verschoben wurde, schreibt die Regierung. 2022 sei aufgrund von Anpassungen der Ausführungsplanung der Gottleubatalbrücke im Zuge der Ortsumgehung eine Verschiebung auf 2026 erfolgt. Im Gegensatz zur ursprünglichen Planung sei ein abschnittsweises Herstellungskonzept der Stahlbetonvouten der Gottleubatalbrücke vorgesehen.
Die geplante Mängelbeseitigung der Stahlbetonvouten sei witterungsabhängig und eine Fertigstellung der Ortsumgehung werde für 2027 angestrebt, heißt es weiter. Nach derzeitigem Kenntnisstand beruhten die festgestellten Mängel auf einem Ausführungsfehler der beauftragten Arbeitsgemeinschaft im Zuge der Betonierung der Stahlbetonvouten. Ursächlich sei die nicht vollständige Entfernung von Schalungsmaterial. Die Kosten der Mängelbeseitigung trägt der Antwort zu Folge der Auftragnehmer. Zur Höhe der Kosten der Mängelbeseitigung liegen der Bundesregierung nach eigener Aussage keine Informationen vor.