21.10.2026 Auswärtiges — Antwort — hib 851/2026

Bundesregierung zu deutsch-mauretanische Beziehungen

Berlin: (hib/SAS) Nach der Reise von Bundesaußenminister Johann Wadephul im Juli betont die Bundesregierung in einer Antwort (21/8508(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/7987(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) die Bedeutung der deutsch-mauretanischen Beziehungen für das Ziel einer sicheren und stabilen Sahelregion als Schwerpunkt der deutschen Afrikapolitik. Die Islamische Republik Mauretanien sei für die Bundesregierung ein „verlässlicher Partner“, schreibt die Bundesregierung. Bei der Eindämmung struktureller Ursachen von Terrorismus und Flucht arbeiteten Deutschland und Mauretanien „vertrauensvoll zusammen“.

Aufgrund seines Potenzials für die Erzeugung erneuerbarer Energien und grünen Wasserstoffs sei Mauretanien auch für die energiepolitische Diversifizierung Deutschlands relevant, heißt es in der Antwort. Während die Bundesregierung keine Auskunft zu den Inhalten der Gespräche im Rahmen der Reise mit Verweis auf die Wahrung der Vertraulichkeit gibt, listet sie in der Antwort jedoch Mitglieder der offiziellen Delegation sowie mitgereiste Wirtschaftsvertreter auf.

Laut der Antwort verhandelt die Bundesrepublik derzeit nicht mit der mauretanischen Regierung über den Export von grünem Wasserstoff nach Deutschland. Sie setze sich jedoch für deutsche Wirtschaftsinteressen ein und werde „weiterhin die Geschäftsbeziehungen deutscher Unternehmen in Mauretanien flankieren“. Demnach sind derzeit mit Möhring Energie und der Select New Energies GmbH zwei deutsche Unternehmen an geplanten Wasserstoff-Projekten in Mauretanien beteiligt.