Expertengruppe befasst sich mit Long-Covid und ME/CFS
Berlin: (hib/PK) Ende 2023 hat das Bundesgesundheitsministerium eine Expertengruppe zum Thema Long-Covid einberufen. Diese habe den Auftrag erhalten, eine Liste mit Arzneimitteln zu erarbeiten, die für Long-Covid-Patienten außerhalb der Zulassung verordnet und erstattet werden können (Off-Label-Use), heißt es in der Antwort (21/8566(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/8261(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Linksfraktion.
In Abgrenzung zur Bewertung von Off-Label-Therapien habe die Expertengruppe zusätzlich eine Übersicht zur symptom-orientierten Therapie von Long-Covid-assoziierten Symptomen erarbeitet („Therapie-Kompass“) mit dem Ziel, die Versorgung von Patienten mit Long-Covid zu unterstützen und praxisnahe Empfehlungen für die ärztliche Behandlung zu geben.
Der Auftrag an die Expertengruppe beinhaltet den Angaben zufolge auch die Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) als mögliche schwere Verlaufsform von Long-Covid. Darüber hinaus habe die Expertengruppe Ansätze zur Prävention von Long-Covid und ME/CFS in ihre Arbeiten einfließen lassen.
Die Empfehlungen und Erkenntnisse der Expertengruppe ließen darüber hinaus Schlüsse für Covid-19-unabhängiges ME/CFS zu. Das betreffe etwa die Empfehlung zum Wirkstoff Agomelatin, die sich auf die Behandlung der Fatigue bei postinfektiöser ME/CFS und bei Long/Post-Covid beziehe.