Auswirkungen der Blockade an der Straße von Hormus
Berlin: (hib/AHE) Die kriegs- und konfliktbedingten Störungen und Blockaden der Handelswege im Persischen Golf, im Schwarzen Meer und im Roten Meer haben laut Bundesregierung schwerwiegende Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit und die humanitäre Versorgung. Wie es in der Antwort (21/8759(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/8423(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) heißt, seien Rückstaus, Umleitungen und Verzögerungen von Hilfslieferungen sowie gestiegene Transportkosten die Folge. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) prognostiziere, dass es 2026 bei anhaltenden erhöhten operativen Kosten für die humanitäre Logistik bis zu neun Millionen Menschen weniger erreichen kann als geplant. Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) könnten zusätzlich 23 Millionen Kinder bis Jahresende unter die Armutsgrenze fallen.
Wie die Bundesregierung weiter ausführt, passierten 17 bis 24 Prozent der weltweit exportierten Düngemittel gewöhnlich die Straße von Hormus. Zudem seien bis vor Ausbruch des Krieges der USA und Israels gegen den Iran circa 20 Prozent der globalen Rohölmengen sowie rund 20 Prozent der weltweiten LNG-Produktion durch die Straße von Hormus verschifft worden, sodass Irans Blockade in erheblichem Ausmaß zur Erhöhung der weltweiten Energiepreise beitrage.