28.10.2026 Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung — Antwort — hib 863/2026

KfW-Darlehen für Reformprozesse in Peru

Berlin: (hib/JOH) Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) strukturelle Reformen in Peru durch sogenannte Politik-basierte Finanzierungen (PBF). In diesem Zusammenhang habe die Bundesregierung dem Land auch ein Darlehen in Höhe von hundert Millionen Euro zugesagt, schreibt sie in einer Antwort (21/8778(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage (21/8191(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der AfD-Fraktion. Darin betont sie, PBF seien „ein international anerkanntes, erprobtes und etabliertes Instrument zur Unterstützung von Reformprozessen in den Partnerländern“.

Voraussetzung für den Abschluss des Finanzierungsvertrags und die Auszahlung des Darlehens sei die Umsetzung der mit Peru verbindlich vereinbarten Reformmaßnahmen: die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen, die Förderung der wirtschaftlichen Autonomie von Frauen und die Stärkung der Regierungsführung im Bereich Geschlechtergleichstellung.

Der Bundesregierung führt im Weiteren ihr bekannte Reformen der peruanischen Regierung auf. So habe das Arbeitsministerium ein Beratungsangebot eingeführt, um Opfer von Gewalt bei der Reintegration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Für die Förderung der wirtschaftlichen Autonomie von Frauen sei unter anderem eine nationale Strategie zur Förderung von Unternehmerinnen entwickelt worden.