04.11.2026 Sport und Ehrenamt — Antrag — hib 889/2026

Grünen fordern eine Strategie für das Schwimmen-Lernen

Berlin: (hib/CHE) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert, die Schwimmfähigkeit und Schwimmkultur in Deutschland zu stärken. In einem entsprechenden Antrag (21/8908(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) schreibt sie: „In Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2.500 Euro konnte nahezu die Hälfte der Kinder nicht schwimmen, bei einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro waren es zwölf Prozent. Schwimmen zu können darf weder vom Einkommen der Eltern noch von Wohnort, Herkunft oder einer Behinderung abhängen.“ Schwimmenlernen brauche erreichbare Wasserflächen und verlässlich nutzbare Wasserzeiten, qualifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder sowie eine funktionierende Zusammenarbeit von Schulen, Vereinen, Wasserrettungsorganisationen, Bäderbetrieben, Kommunen und weiteren Trägern. Die Nachfrage übersteige vielerorts die verfügbaren Kapazitäten, so die Grünen.

Sie verlangen deshalb von der Bundesregierung unter anderem, gemeinsam mit den Ländern, den kommunalen Spitzenverbänden, den Organisationen des Schwimm- und Wassersports, der Wasserrettung sowie der Wissenschaft bis Ende 2027 eine nationale Strategie für Wassersicherheit und Ertrinkungsprävention vorzulegen. Diese soll die Zuständigkeiten, messbare Ziele und ein regelmäßiges Berichtswesen festlegen, Schwimmfähigkeit, Wasserkompetenz, Prävention, Rettung und Wiederbelebung zusammenführen und das gemeinsame Ziel verfolgen, dass bis 2035 alle Kinder spätestens im Alter von zehn bis zwölf Jahren sicher schwimmen können. Die Strategie soll außerdem darauf ausgerichtet sein, die Zahl tödlicher Ertrinkungsunfälle bis 2035 gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2025 um mindestens 35 Prozent zu senken, heißt es weiter in dem Antrag.