Grünen-Fraktion fordert nationale Sepsis-Strategie
Berlin: (hib/PK) Die Grünen-Fraktion fordert eine nationale Sepsis-Strategie. Die Blutvergiftung sei eine lebensbedrohliche Organdysfunktion infolge einer fehlregulierten Immunantwort auf eine Infektion. Es handele sich um einen zeitkritischen Notfall, bei dem verspätete Erkennung und Behandlung das Risiko für Organversagen und Tod erhöhten, heißt es in einem Antrag (21/8940(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion.
Nach Schätzungen erkrankten in Deutschland jährlich mindestens 230.000 Erwachsene an einer Sepsis; für mindestens 85.000 ende die Erkrankung tödlich. Ein erheblicher Teil der sepsisbedingten Krankheitslast könne durch Infektions- und Impfprävention, konsequente Hygiene, frühe Erkennung, rasche Behandlung und strukturierte Nachsorge vermieden oder verringert werden.
Die Abgeordneten fordern eine nationale Sepsis-Strategie mit Aufklärung, Qualifizierung, Infektionsprävention, Früherkennung und Behandlung, Surveillance, Rehabilitation, Nachsorge, Forschung und einer validen Datengrundlage.