AfD fordert präzisere Aufklärung zur Organspende
Berlin: (hib/PK) Die AfD-Fraktion fordert eine präzisere und ergebnisoffene Aufklärung zur Organspende. Die Zustimmung zur Organspende sei als Ausübung der Selbstbestimmung über den eigenen Körper von essenzieller Bedeutung und setze eine vollständige Information voraus. Eine umfassende und ergebnisoffene Information sei nur möglich, wenn auch über die Vorbehalte, Grenzen und Gegenargumente gegenüber der Einwilligung zur Organspende informiert werde, heißt es in einem Antrag (21/8925(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion.
Die Aufklärung habe folglich nicht nur der Position pro Organspende, sondern auch den objektiven Erkenntnisgrenzen und Argumenten contra Organspende angemessen Raum einzuräumen.
Unabhängig davon werde wissenschaftlich darüber diskutiert, ob der diagnostisch festgestellte Ausfall des Gehirns hinreichend sei, um den Tod der Person und des Gesamtorganismus zu begründen, solange Kreislauf, Stoffwechsel, Wundheilung und hormonelle Regulation fortbestünden.
Die Abgeordneten fordern, dass die Aufklärung über die Organ- und Gewebespende die gesamte Tragweite der Entscheidung umfassen und ergebnisoffen sein muss. Der Bürger solle eine informierte und unabhängige Entscheidung treffen können. Die Bevölkerung müsse auch über die Kritik am Hirntodkriterium informiert werden und darüber, dass der Hirntod nicht zwangsläufig den Tod der Person und des individuellen menschlichen Seins bedeute.