AfD fordert Modernisierung des Transfusionsgesetzes
Berlin: (hib/PK) Die AfD-Fraktion fordert eine Modernisierung des Transfusionsgesetzes. Die medizinische Versorgung müsse sich am aktuellen Stand der Wissenschaft und an der Sicherheit des Patienten orientieren. Das Transfusionsgesetz (TFG) aus dem Jahr 1998, das noch stark auf die klassische präoperative Eigenblutspende fokussiert sei, entspreche nicht mehr den Anforderungen einer modernen Medizin, heißt es in einem Antrag (21/8922(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion.
Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geforderte „Patient Blood Management“ (PBM) stelle einen notwendigen Paradigmenwechsel dar: Weg von der unnötigen Verabreichung von Fremdblutkonserven, hin zu einer patientenzentrierten Strategie, die das körpereigene Blut optimiere und mittels moderner Verfahren wie der Maschinellen Autotransfusion (MAT) Blutverluste minimiere.
Die Abgeordneten schlagen vor, eine nationale Strategie zur flächendeckenden Implementierung des PBM in allen deutschen Kliniken unter Berücksichtigung der WHO-Empfehlungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Vergütungssysteme für Krankenhäuser müssten so ausgestaltet werden, dass medizinisch überlegene und patientensichere Verfahren wie PBM und MAT nicht durch ökonomische Fehlanreize benachteiligt würden.