06.11.2026 Sport und Ehrenamt — Antrag — hib 908/2026

Linke fordert Lärmschutzprivileg für Kinder- und Jugendsport

Berlin: (hib/SCR) Die Fraktion Die Linke dringt auf eine Anpassung von Lärmschutzregelungen für Sportanlagen und greift damit eine Forderung der Sportministerkonferenz aus dem Oktober 2025 auf. Damit wollen die Abgeordneten den Kinder- und Jugendsport stärken.

In einem Antrag (21/8984(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) fordert die Fraktion, Sportanlagen, die ihrer Art nach von Kindern genutzt werden können, lärmschutzrechtlich zu privilegieren. Dazu soll die Bundesregierung nach Willen der Linken die Sportanlagenlärmschutzverordnung anpassen. Zur Begründung verweisen die Abgeordneten darauf, dass Geräusche von Kindern in Kindertageseinrichtungen, auf Kinderspielplätzen und in ähnlichen Einrichtungen nach Paragraf 22 Absatz 1a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes im Regelfall keine schädliche Umwelteinwirkung darstellten. Geräusche, die beim Sport auf Sportanlagen entstehen, würden aber nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung strenger reguliert. Dies führe dazu, dass Behörden zur Einhaltung der Vorgaben Betriebszeiten festsetzen könnten. „Diese unterschiedliche Behandlung ist insbesondere dort schwer nachvollziehbar, wo Kinder und Jugendliche auf Sportanlagen ihrem Vereinssport nachgehen“, schreiben die Linkenabgeordneten.

Hinzu kommen nach Auffassung der Fraktion Konflikte, wenn neue Wohnbebauung an seit langem bestehende Sportanlagen heranrückt. Diesbezüglich wird in dem Antrag gefordert, den Bestands- und Standortschutz bestehender Sportanlagen zu stärken. Damit würde langfristige Planungssicherheit für Sportvereine und Kommunen gewährleistet.

Der Antrag soll laut Tagesordnung am Donnerstag, 12. November 2026, ohne Aussprache an die Ausschüsse überwiesen werden.