Bauausschuss informiert sich in Wien
Eine Delegation des Ausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen reist vom 19. bis 23. Oktober nach Wien, um der Frage nachzugehen, wie die Stadt bezahlbaren Wohnraum, Stadtentwicklung und langfristige kommunale Steuerung miteinander verbindet. Der Ausschuss verfolgt das Ziel, Erfahrungen aus dem Wiener Modell für die wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Arbeit des Deutschen Bundestages auszuwerten.
Das Programm folgt dabei einem breiten fachlichen Ansatz: von der Entwicklung neuer Stadtquartiere über den kommunalen und gemeinnützigen Wohnungsbau bis hin zu Fragen der Bodenpolitik und Raumplanung.
Die Delegation besucht die Seestadt Aspern; nach einer Einführung in das Wiener Wohnbaumodell durch die Magistratsabteilung 50 stehen dort das Wohnprojekt Seestern und das Quartier Am Seebogen einschließlich eines neuen Gemeindebaus auf dem Programm.
Auf dem Programm stehen zudem der Karl-Marx-Hof als historisches Beispiel des Wiener Gemeindebaus und Gespräche mit der Magistratsabteilung 18, dem österreichischen Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus und Wiener Wohnen. Damit sollen sowohl die historische Entwicklung als auch die heutigen institutionellen und politischen Rahmenbedingungen des Wiener Wohnungswesens in den Blick genommen werden.
Mit dem Sonnwendviertel, dem Wohn- und Kulturprojekt Gleis 21, dem Nordbahnviertel und dem Wohnprojekt Wien befasst sich die Delegation mit neueren Formen der Quartiersentwicklung und des gemeinschaftlichen Wohnens. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die gemeinnützige Wohnungswirtschaft. Vorgesehen sind Gespräche mit dem Österreichischen Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen sowie mit der GESIBA; weitere Besuche gelten dem Wohnpark Alt-Erlaa und der Sozialbau AG.
Beim Österreichischen Institut für Raumplanung und der Technischen Universität Wien stehen Fragen der Raumordnung, Bodenpolitik und des Bodenmanagements im Mittelpunkt.
Die Delegation besteht aus den Abgeordneten Caren Lay (Ltg.), Sahra Mirow (beide Die Linke), Hendrik Bollmann (SPD) und Sylvia Rietenberg (Bündnis 90/Die Grünen).