Hohe Gesundheitsfolgekosten durch Alkohol und Zigaretten
Berlin: (hib/PK) Prävention spielt nach Ansicht der Bundesregierung eine zentrale Rolle zum Schutz der Gesundheit. Angesichts der hohen Krankheitslast durch nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Typ-2-Diabetes sei eine Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung erforderlich, heißt es in der Antwort (21/6113(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/5597(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Grünen-Fraktion. Derzeit würden weitere Initiativen zur Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung geprüft.
Aufgrund des hohen Konsums seien Tabak und Alkohol mit die bedeutendsten Risikofaktoren für die häufigsten nichtübertragbaren Krankheiten und für vorzeitige Sterblichkeit. Schätzungen gingen von volkswirtschaftlichen Kosten in Höhe von jährlich mehr als 150 Milliarden Euro allein durch Tabak- und Alkoholkonsum aus. Es sei daher wichtig, mit geeigneter Prävention insbesondere Kinder und Jugendliche vor Alltagssüchten zu schützen.
Eine gesunde Ernährung trage zur Prävention ernährungsbedingter Erkrankungen bei, heißt es in der Antwort weiter. Ende 2026 wird den Angaben zufolge ein Abschlussbericht zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten erwartet.
Das Präventionsgesetz von 2015 hat nach Einschätzung der Bundesregierung viele positive Entwicklungen bewirkt. Die auf Grundlage des Gesetzes geschaffene Nationale Präventionskonferenz (NPK) fördere die Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger und der Privaten Krankenversicherung (PKV) unter Beteiligung des Bundes, der Länder, der Bundesagentur für Arbeit, der Sozialpartner, der Patientenvertretungen sowie der für die Gesundheitsförderung und Prävention maßgeblichen Organisationen und Verbände.
In der von der NPK entwickelten nationalen Präventionsstrategie seien übergeordnete Ziele formuliert: gesund aufwachsen, gesund leben und arbeiten sowie gesund im Alter. Die Bundesregierung arbeite stetig an der Fortentwicklung von Prävention und Gesundheitsförderung.