15.06.2026 Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung — Antrag — hib 483/2026

Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes gefordert

Berlin: (hib/DES) Um bessere Karriereperspektiven in der Wissenschaft geht es in einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/6345(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Die Abgeordneten fordern von der Bundesregierung unter anderem, den vorgelegten Referentenentwurf zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) zu überarbeiten.

So müsse etwa bei befristeten Verträgen für Promovierende, „die Vertragslaufzeit der angestrebten Qualifikation besser entsprechen“. Erstverträge für Promovierende sollten eine Mindestlaufzeit von vier Jahren umfassen. Außerdem müsse gesetzlich geregelt sein, dass 50 Prozent der festgelegten Arbeitszeit „ausschließlich für die eigene akademische Qualifikation zur Verfügung“ stehen.

Um den strukturierten Übergang nach der Promotion zu sichern, wollen die Grünen eine einmalig befristete sogenannte Orientierungsphase erlauben, die maximal zwei Jahre andauern darf. Danach solle die unbefristete Beschäftigung zum Standard werden. Grundsätzlich müsse gelten: Dauerstellen für Daueraufgaben, heißt es in dem Antrag.

Außerdem fordert die Fraktion, dass Bund und Länder gemeinsam das Programm Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zum „Tenure Track 1.000 Plus“ weiterentwickeln sollen, das bis 2030 mindestens 1.000 Tenure-Track-Professuren kofinanzieren soll.