04.08.2026 Arbeit und Soziales — Kleine Anfrage — hib 626/2026

Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkteinstieg

Berlin: (hib/SCR) Die AfD-Fraktion erkundigt sich nach möglichen Auswirkungen des zunehmenden Einsatzes Künstlicher Intelligenz (KI) auf den Arbeitsmarkteinstieg. In einer Kleinen Anfrage (21/7421(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) will sie unter anderem wissen, ob sich in Deutschland ein Rückgang von Einstiegspositionen abzeichnen könnte und welche Beobachtungen der Bundesregierung dazu nach Branchen vorliegen.

Gefragt wird zudem, ob Unternehmen infolge des KI-Einsatzes ihre Einstellungs-, Ausbildungs- oder Einarbeitungspraxis verändert haben, ob Lohndruck auf Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen droht und welche Folgen es haben könnte, wenn KI-Systeme Tätigkeiten übernehmen, die bislang dem Kompetenzerwerb und der Einarbeitung von Berufseinsteigern dienten. Auch mögliche Zusammenhänge mit psychischen Belastungen oder Zukunftsängsten sind Thema. Außerdem soll die Bundesregierung einschätzen, ob KI den Arbeitsmarkteinstieg künftig nachhaltig erschweren könnte, wie sie die Entwicklung erfasst und welche Vorsorgemaßnahmen sie getroffen hat oder plant.

Zur Begründung verweist die Fraktion auf Studien aus Deutschland und der Schweiz. Nach einer ifo-Umfrage setzen 14 Prozent der Unternehmen KI bereits für typische Aufgaben von Berufseinsteigern ein; weitere 40 Prozent erwarten dies in den kommenden drei Jahren. Zugleich heißt es in der Anfrage, es sei bislang nicht abschließend geklärt, ob beobachtete Veränderungen auf den Einsatz von KI oder auf andere Faktoren, insbesondere die konjunkturelle Entwicklung, zurückzuführen seien, führen die Abgeordneten weiter aus.