Fehltage in der Bundesverwaltung
Berlin: (hib/SCR) Beschäftigte der unmittelbaren Bundesverwaltung sind im Jahr 2024 durchschnittlich an 20,51 Arbeitstagen krankheitsbedingt abwesend gewesen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/7655(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/7476(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zur Entwicklung der krankheitsbedingten Fehlzeiten hervor.
In den obersten Bundesbehörden lag der Durchschnitt bei 15,20 Abwesenheitstagen, in den nachgeordneten Geschäftsbereichsbehörden bei 21,09 Tagen. Tarifbeschäftigte kamen im Schnitt auf 22,68 Fehltage, Beamtinnen und Beamte sowie Richterinnen und Richter auf 20,13 Tage.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Laufbahngruppen. Im einfachen Dienst wurden durchschnittlich 34,66 krankheitsbedingte Abwesenheitstage registriert, im mittleren Dienst 25,45 Tage und im gehobenen Dienst 17,63 Tage. Im höheren Dienst waren es 10,97 Tage.
Die höchsten Werte weist die Ressortübersicht für den Bundesrat mit durchschnittlich 25,15 Abwesenheitstagen je Beschäftigten, den Bereich des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit 23,55 Tagen und das Bundesverteidigungsministerium mit 23,33 Tagen aus. Beim Bundestag waren es 22,34 Tage. Es folgten das Bundesinnenministerium mit 21,00 und das Bundesfinanzministerium mit 20,97 Tagen.
Unter dem Durchschnitt der unmittelbaren Bundesverwaltung lagen unter anderem das Bundesfamilienministerium mit 19,73, das Bundesverkehrsministerium mit 19,69 und das Bundesgesundheitsministerium mit 18,15 Tagen. Die niedrigsten Werte entfielen auf den Unabhängigen Kontrollrat mit 11,65 Tagen, das Bundesentwicklungsministerium mit 12,68 Tagen und das Bundespräsidialamt mit 12,69 Tagen.
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass Vergleiche zwischen Behörden wegen unterschiedlicher Personalstrukturen und Tätigkeitsbedingungen grundsätzlich problematisch seien. Seit dem Anstieg auf das vorpandemische Niveau im Jahr 2022 seien die krankheitsbedingten Abwesenheiten wieder leicht rückläufig. Daten für 2025 lägen noch nicht vor.