03.09.2026 Verteidigung — Antwort — hib 682/2026

Kinderbetreuung bei der Bundeswehr

Berlin: (hib/AW) Die Kosten der Bundeswehr für Kinderbetreuungsplätze sind in den Jahren von 2022 bis 2025 von rund 5,83 Millionen Euro auf 9,04 Millionen Euro jährlich gestiegen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/7690(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/7196(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor. Im Jahr 2023 hätten die Kosten bei rund 7,11 Millionen Euro und 2024 bei rund 7,56 Millionen Euro gelegen.

Nach Angaben der Bundesregierung werden bundesweit aktuell (Stand: Juli 2026) für Angehörige der Bundeswehr 580 Betreuungsplätze im Rahmen von Belegrechten, 480 Betreuungsplätze in bundeswehrnahen Kindertageseinrichtungen sowie 95 Betreuungsplätze in der Tages- und Großtagespflege innerhalb von Liegenschaften der Bundeswehr bereitgestellt. Bundeswehrnahe Kindertageseinrichtung werden durch einen anerkannten Träger der freien Jugendhilfe in durch die Bundeswehr bereitgestellter Infrastruktur betrieben. Über eigene Kinderbetreuungseinrichtungen, die von eigenem oder externem Personal betrieben werden, verfüge die Bundeswehr aktuell nicht.

An Standorten im Ausland wird die Kinderbetreuung für Bundeswehrangehörige nach Angaben der Regierung aktuell im belgischen Mons mit 32 Plätzen und im niederländischen Brunssum mit 20 Plätzen in deutschen Kindergärten, im französischen Illkirch-Graffenstaden mit 30 Plätzen über Belegrechte, im italienischen Sigonella mit fünf Plätzen über Belegrechte und im litauischen Vilnius mit 82 Plätzen über Belegrechte gewährleistet. Die bestehenden Angebote würden fortlaufend an den jeweiligen Bedarf angepasst. Dies gelte insbesondere für Litauen, wo der Betreuungsbedarf im Zuge des schrittweisen Aufwuchses der Brigade Litauen kontinuierlich zunehme.