Verteidigung

KFOR (Kosovo)

Der Deutsche Bundestag hat den NATO-Einsatz KFOR erstmals im Jahr 1999 gebilligt. Er ist somit der längste laufende Einsatz der Bundeswehr. Zu den aktuellen deutschen Aufgaben des Mandats gehören neben der Unterstützung zur Entwicklung einer stabilen, demokratischen, rechtsstaatlichen, multiethnischen und friedlichen Republik Kosovo unter anderem auch der Aufbau der Kosovo Security Force als demokratisch kontrollierte Sicherheitsorganisation.

Während die Sicherheitslage in den meisten Teilen Kosovos überwiegend stabil ist, bleibt die Lage im mehrheitlich serbisch bewohnten Norden angespannt und potenziell volatil. Trotz unterschiedlicher politischer Perspektiven genießt KFOR in beiden Bevölkerungsgruppen des Landes jedoch vergleichsweise hohes Vertrauen und wird von vielen als wichtiger Garant für Sicherheit sowie Stabilität im Kosovo wahrgenommen.

Neben der militärischen Präsenz zur Friedenssicherung liegt das bilaterale Engagement Deutschlands vor allem in der Förderung der europäischen Integration des Kosovo, der Normalisierung der kosovarisch-serbischen Beziehungen und dem gezielten Aufbau demokratisch-inklusiver Sicherheitsstrukturen. Gemeinsam mit der EU und der NATO setzt sich Deutschland zudem dafür ein, die Widerstandsfähigkeit des Kosovos gegenüber hybriden Destabilisierungsversuchen zu stärken.

Die letzte Verlängerung des Mandats durch den Deutschen Bundestag erfolgte am 11. Juni 2026 um ein weiteres Jahr. Der Einsatz ist grundsätzlich zeitlich unbegrenzt, doch hatte die Bundesregierung im Jahr 2000 zugesichert, dass sie für die Fortdauer des Mandats den Deutschen Bundestag jährlich befasst. Die Mandatsobergrenze, also die maximale Anzahl von deutschen Soldatinnen und Soldaten, die bei KFOR im Einsatz sein dürfen, liegt bei 400