Fokusausstellung

Kubra Khademi | La fille et le dragon

Blick in einen Raum mit Kunstwerken

(© DBT/JF Müller)

Originalzeichnungen zur gleichnamigen Graphic Novel von Kubra Khademi und Nicole Lapierre, erschienen bei Denoel Graphic im Oktober 2024

(Courtesy Galerie Anita Beckers Frankfurt und Galerie Eric Mouchet Paris)

Im Oktober 2024 veröffentlichte Kubra Khademi eine autobiografische Graphic Novel über ihre Kindheit in Afghanistan.

An einem Tag im Winter 1989 kommt in Mashhad, Iran, in einer armen Familie, die vor der Sowjetarmee, den Mudschahedin und der Verfolgung der schiitischen Hazara durch die afghanischen Sunniten aus Afghanistan geflohen ist, ein kleines Mädchen mit weit geöffneten Händen zur Welt – ein gutes Omen für das Haus. Sie ist das sechste von zehn Kindern. Der Mullah weigert sich, einen Vornamen für sie auszuwählen und sie in den Familienkoran aufzunehmen. Wozu? Es ist doch ein Mädchen. Sie wird schließlich Kubra genannt, was „groß“ bedeutet, und zeigt sehr früh Talent beim Zeichnen. Ein Talent, das einer Rüstung gleicht, die sie schützt und stärkt angesichts der Herausforderungen in einem Leben unter der doppelten Last des religiösen und patriarchalischen Fanatismus. Mit ihren Stiften, Pinseln und einem unbeugsamen Willen bewaffnet, durchlebt Kubra eine unfassbare Odyssee als Künstlerin. Mit einer heiligen Mission: den Drachen zu töten!

Ein einzigartiges Zeugnis in Wort und Bild, dass die Kunst unbezwingbar ist, eine Ode an die Frauen, an das Leben und an die Freiheit.