Boris Mikhailov | Parlament

(© DBT/JF Müller)
Die Serie „Parlament“ entstand in einem Moment, als die Fernsehübertragung einer Plenardebatte gestört war und die Bilder der Liveberichterstattung auf dem Bildschirm in einzelne Segmente zerlegt wurden. Mikhailov war von diesen zufälligen, von einer technischen Störung verursachten Bildern so fasziniert, dass er die Störung danach willentlich herbeiführte, den Bildschirm fotografierte und dabei eine Serie von Einzelbildern erzeugte, die als Gesamtserie auf der Biennale in Venedig gezeigt wurde. Im Text zur Ausstellung hieß es: „Während sie [Boris Mikhailov und seine Frau Vita] die Mechanismen hinter der Technologie einfangen, bringen diese Fotografien das Phänomen der zersplitterten Information an die Oberfläche und vermitteln Gefühle wie Angst, Wut oder Verwirrung.“