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Parlament

Überweisungen im vereinfachten Verfahren

Ohne Aussprache hat der Bundestag am Donnerstag, 26. November 2020, eine Reihe von Vorlagen zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen:

Verkehr

Schifffahrt: Die Abgeordneten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordern in einem Antrag, die deutsche Ratspräsidentschaft für eine klimafreundliche Schifffahrt zu nutzen (19/23987). Die Vorlage soll federführend im Verkehrsausschuss beraten werden. So soll die Seeschifffahrt in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden. Investitionen und Innovationen in die klima- und umweltfreundliche Schifffahrt wollen die Grünen fördern.

Schienenverkehr: Die FDP stellt sich in einem Antrag gegen eine „einseitige Subventionierung für den DB-Konzern“ und will „die Unterstützung für den Schienenverkehr wettbewerbsneutral ausgestalten“ (19/24639). Die Vorlage soll ebenfalls federführend im Verkehrsausschuss beraten werden. Unter den im Antrag genannten Forderungen findet sich auch jene, die Finanzhilfen für die Deutsche Bahn AG daran zu knüpfen, dass diese selbst Einsparungen und Strukturreformen erbringt.

Elektromobilität: Ein weiterer Antrag der Liberalen trägt den Titel „Technologieoffenheit wahren – Elektromobilität nicht mit Euro 7 durch die Hintertür erzwingen“ (19/24640) und soll ebenfalls im Verkehrsausschuss federführend weiterberaten werden. Mit dem Antrag will die FDP ein „faktisches Verbot von Verbrennungsmotoren“ durch die Euro-7-Abgasnorm vermeiden und neben umwelt- und gesundheitspolitischen Zielen auch wirtschaftliche und soziale Aspekte angemessen berücksichtigt sehen. Über die weiteren Beratungen auf EU-Ebene hinsichtlich der Abgasnorm solle der Bundestag im Übrigen stets frühzeitig informiert werden, verlangt die FDP.

Gesundheit

Gesundheitsdienst: Die Grünen wollen mithilfe eines Antrags den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) dauerhaft stärken sowie die Public Health-Perspektive im Gesundheitswesen ausgebaut werden (19/24436). Die Vorlage soll im Gesundheitsausschuss federführend beraten werden. So soll die Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern darauf hinwirken, dass die jährlichen Mittel für den ÖGD über den „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ hinaus schrittweise auf mindestens ein Prozent der Gesamtausgaben für Gesundheit angehoben werden.

Re-Identifikationsrisiko: Auf Grundlage eines eingebrachten Antrags der AfD soll das Re-Identifikationsrisiko im Digitale-Versorgung-Gesetz und in der Datentransparenzverordnung reduziert werden (19/24655). Der Antrag soll im federführenden Gesundheitsausschuss beraten werden. Laut AfD soll jegliche Datenspeicherung, -übermittlung und -verarbeitung im Rahmen des Digitale-Versorgung-Gesetzes an die individuelle Zustimmung des Versicherten gebunden werden. Pseudonymisierte Gesundheitsdaten, so die AfD weiter, dürften nicht an Dritte übermittelt werden.

Familie

Obdachlosigkeit: Die Fraktion Die Linke hat einen Antrag (19/24642) mit dem Titel „Zuerst ein Dach über dem Kopf“ eingebracht, der Perspektiven für Straßenkinder und wohnungslose junge Menschen eröffnen soll. Demnach soll die Bundesregierung im Rahmen der anstehenden Novelle des Kinder- und Jugendhilfegesetzes einen Entwurf vorlegen, der unter anderem das Housing-First-Prinzip bei jungen wohnungslosen Menschen gesetzlich festschreibt. Die Vorlage soll im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend federführend beraten werden.

Schulabsentismus: „Schulabsentismus ernst nehmen – Theorie und Praxis“ – mit dieser Zeile ist ein Antrag (19/23830) der FDP überschrieben, der nun federführend im Jugendausschuss beraten werden soll. Nach dem Willen der Fraktion soll wissenschaftlich verstärkt untersucht werden, aus welchen Gründen Schüler dem Schulunterricht fernbleiben.

Inneres und Heimat

Registermodernisierung: „Verfassungskonforme Registermodernisierung – Ohne steuerliche Identifikationsnummer“ (19/24641). Mit diesem Titel ist ein Antrag der FDP überschrieben, der im Innenausschuss federführend weiterberaten werden soll. Demnach solle die Bundesregierung davon Abstand nehmen, die Steuer-ID oder einen anderen einheitlichen, bereichsübergreifenden Identifier, der auf eine einheitliche Personenkennziffer hinausläuft, im Rahmen der Registermodernisierung einzuführen. Dies verstoße eindeutig gegen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aus dem Volkszählungsurteil, schreiben die Liberalen.

Recht und Verbraucherschutz

Juristische Ausbildung: Ein Antrag der Linksfraktion trägt den Titel „Juristische Ausbildung reformieren, Transparenz und Qualität erhöhen, Chancengleichheit gewährleisten“ (19/24643). Die Vorlage soll im federführenden Rechtsausschuss weitere Beratung erfahren. Demnach soll das Deutsche Richtergesetz geändert werden, sodass etwa schriftliche Prüfungsleistungen mindestens fakultativ auch in digitaler Form erbracht werden dürfen. Außerdem sollen nach Ansicht der Fraktion die Grundlagenfächer im Studium gestärkt werden, indem in diesen Fächern mindestens zwei Klausuren eingeführt werden, „um Querbezüge und die breite Bildung von Studierenden zu fördern“.

Arbeit und Soziales

Barrierefreiheit: Die Grünen wollen mit einem Antrag „Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen“ sowie „Barrierefreiheit umfassend umsetzen“ (19/24633). Die Vorlage soll im federführenden Ausschuss für Arbeit und Soziales beraten werden. Demnach sollten privatwirtschaftliche Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen gesetzlich zur Herstellung von Barrierefreiheit verpflichtet werden, wenn diese kommerziell Güter und Dienstleistungen anbieten, die für Allgemeinheit bestimmt sind, heißt es in dem Antrag. Neben einer Reihe weiterer Forderungen gelte es auch, mehr Anreize zu schaffen, um Wohnungen barrierefrei umzubauen.

(eis/ste/26.11.2020)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Dokumente

  • 19/23830 - Antrag: Schulabsentismus ernst nehmen - Theorie und Praxis
    PDF | 248 KB — Status: 30.10.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/23987 - Antrag: Klimafreundliche Schifffahrt - Deutsche Ratspräsidentschaft nutzen
    PDF | 255 KB — Status: 04.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24436 - Antrag: Den Öffentlichen Gesundheitsdienst dauerhaft stärken, die Public-Health-Perspektive in unserem Gesundheitswesen ausbauen
    PDF | 373 KB — Status: 18.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24633 - Antrag: Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen - Barrierefreiheit umfassend umsetzen
    PDF | 289 KB — Status: 24.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24639 - Antrag: Keine einseitige Subventionierung für den Deutsche-Bahn-Konzern - Unterstützung für den Schienenverkehr wettbewerbsneutral ausgestalten
    PDF | 283 KB — Status: 24.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24640 - Antrag: Technologieoffenheit wahren - Elektromobilität nicht mit Euro 7 durch die Hintertür erzwingen
    PDF | 241 KB — Status: 24.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24641 - Antrag: Verfassungskonforme Registermodernisierung - Ohne steuerliche Identifikationsnummer
    PDF | 287 KB — Status: 24.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24642 - Antrag: Zuerst ein Dach über dem Kopf - Neue Perspektiven für Straßenkinder und wohnungslose junge Menschen eröffnen
    PDF | 270 KB — Status: 24.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24643 - Antrag: Juristische Ausbildung reformieren, Transparenz und Qualität erhöhen, Chancengleichheit gewährleisten
    PDF | 253 KB — Status: 24.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24655 - Antrag: Re-Identifikationsrisiko im Digitale-Versorgung-Gesetz und in der Datentransparenzverordnung reduzieren
    PDF | 255 KB — Status: 25.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Soziales

Abgesetzt: Abstimmung über Antrag zur Barrierefreiheit

Eine Frau im Rollstuhl arbeitet an einem Laptop.

Das Thema Barrierefreiheit wurde von der Tagesordnung abgesetzt. (© picture alliance/dpa-tmn | Christin Klose)

Von der Tagesordnung am Donnerstag, 6. Mai 2021, abgesetzt hat der Bundestag die Abstimmung über einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Barrierefreiheit. Ursprünglich sollte nach halbstündiger Aussprache über den Antrag mit dem Titel „Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen – Barrierefreiheit umfassend umsetzen“ (19/24633) entschieden werden. 

Antrag der Grünen

Die Grünen fordern, Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen und Barrierefreiheit umfassend umzusetzen. In ihrem Antrag (19/24633) stellen sie fest: „Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert. Barrieren aller Art verhindern gleichberechtigte Teilhabe und Selbstbestimmung: Das geschieht beispielsweise durch bauliche Hürden in Gebäuden, kompliziert zu handhabende Gegenstände, die Gestaltung von Medien, das Design von digitalen Angeboten und von Benutzeroberflächen im Internet, Treppenstufen in Veranstaltungsräumen oder Kommunikationsformen, die nicht jede und jeder versteht.“

Gemäß den Vorstellungen der Grünen sollen unter anderem privatwirtschaftliche Anbieter von Produkten und Dienstleistungen gesetzlich zur Herstellung von Barrierefreiheit verpflichtet werden, wenn sie kommerzielle Güter und Dienstleistungen anbieten, die für die Allgemeinheit bestimmt sind. Außerdem soll der Geltungsbereich des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) auf sämtliche Einrichtungen des Bundes erweitert und auch Empfänger von Projektförderungen zur Einhaltung des BGG verpflichtet werden. In dem Antrag geht es darüber hinaus um den Abbau baulicher Barrieren und um die Förderung barrierefreien Wohnraums, um barrierefreie Mobilität und um den umfassenden Zugang zu Medienangeboten. (che/04.05.2021)

Dokumente

  • 19/24633 - Antrag: Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen - Barrierefreiheit umfassend umsetzen
    PDF | 289 KB — Status: 24.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

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https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw18-de-barrierefreiheit-836870

Stand: 23.01.2026