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Tourismus

Umsatzsteuer auf Speisen und Getränke in der Gastronomie

Mit einer dauerhaften Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen und Getränke in Gaststätten und Beherbergungsbetrieben sowie in Kneipen, Bars, Clubs und Discotheken auf sieben Prozent will die AfD-Fraktion die Überlebensfähigkeit des Gastgewerbes stärken. Ein entsprechender Antrag mit dem Titel „Preisexplosion im Gastronomiegewerbe verhindern – Arbeitsplätze sichern – Bürokratie abbauen“ (20/8416(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) wurde am Donnerstag, 21. September 2023, nach der Aussprache an den Tourismusausschuss zur federführen Weiterberatung überwiesen.

Antrag der AfD

In ihrem Antrag fordert die AfD darüber hinaus, das Gastgewerbe durch weniger Bürokratie zu entlasten und auf die Einführung einer umfassenden Herkunftskennzeichnung für Fleisch auf Speisekarten in Restaurants und Kantinen zu verzichten.

Gefordert wird außerdem, den Tourismus nach Deutschland zu schützen. So sollen laut dem Antrag Reiseveranstalter und Agenturen mit Unternehmenssitz außerhalb der EU nicht durch eine Drittland-Besteuerung dazu veranlasst werden, Deutschland aus dem Programm ihrer Reiseangebote zu nehmen. (emu/21.09.2023)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Münzenmaier, Sebastian

AfD

Sebastian Münzenmaier

Sebastian Münzenmaier

© Sebastian Münzenmaier

Schmidt, Stefan

Bündnis 90/Die Grünen

Stefan Schmidt

Stefan Schmidt

© Deutscher Bundestag/ Inga Haar

Vieregge, Kerstin

CDU/CSU

Kerstin Vieregge

Kerstin Vieregge

© Kerstin Vieregge/Susanne Domaratius-Enders

Kubicki, Wolfgang

Bundestagsvizepräsident

Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

© Wolfgang Kubicki/ Tobias Koch

Dokumente

  • 20/8416 - Antrag: Preisexplosion im Gastronomiegewerbe verhindern - Arbeitsplätze sichern - Bürokratie abbauen
    PDF | 192 KB — Status: 19.09.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Rede zu Protokoll: Lutze, Thomas (Die Linke) Rinkert, Daniel (SPD) Tippelt, Nico (FDP) Donth, Michael (CDU/CSU) Klüssendorf, Tim (SPD)
  • Überw 20/8416(Dokument, öffnet ein neues Fenster) beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

  • Deutscher Bundestag, Internetredaktion
Parlament

Antrag fordert höhere Pendlerpauschale

Die AfD-Fraktion fordert eine Entlastung für berufstätige Pendler. In einem Antrag, der am Donnerstag, 17. November 2023, erstmals im Plenum beraten wurde, verlangt sie, die Entfernungspauschalen für Kraftfahrzeuge ab dem ersten Kilometer auf 50 Cent zu erhöhen und an die Preisentwicklung anzupassen. Die Vorlage (20/9318(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) wurde im Anschluss zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen. 

Zwei weitere Anträge der Fraktion wurden mit der breiten Mehrheit der übrigen Fraktionen abgelehnt: Im ersten forderte die AfD eine dauerhafte Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen und Getränke in Gaststätten und Beherbergungsbetrieben sowie in Kneipen, Bars, Clubs und Discotheken auf sieben Prozent (20/8416(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Im zweiten verlangten die Antragsteller eine Abschaffung des Solidaritätszuschlages (20/2536(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Die Abstimmungen erfolgten auf der Grundlage von Beschlussempfehlungen, die in den federführenden Ausschüssen erarbeitet wurden (20/9278(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 20/4464(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). 

Neuer Antrag der AfD

Die AfD-Abgeordneten wollen unter anderem, dass die Pauschalen für die Nutzung eines Kraftfahrzeugs ab dem 1. Januar 2024 vom ersten Kilometer an auf 50 Cent pro Entfernungskilometer erhöht werden. Weiterhin soll die Deckelung der Entfernungspauschale auf 4.500 Euro gemäß Paragraf 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4 Satz 8 Einkommensteuergesetz aufgehoben werden und die Mobilitätsprämie angepasst werden. So soll für Personen, die mit ihrem zu versteuernden Einkommen innerhalb des Grundfreibetrages liegen, die bisherige Begrenzung auf Wege ab 21 Kilometer wegfallen.

Die Abgeordneten fordern außerdem, ab dem Jahr 2025 alle Pauschalen für die unterschiedlichen Verkehrsmittel automatisiert an das aktuelle Preisniveau anzupassen.

Erster abgelehnter AfD-Antrag

Mit einer dauerhaften Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen und Getränke in Gaststätten und Beherbergungsbetrieben sowie in Kneipen, Bars, Clubs und Discotheken auf sieben Prozent wollte die AfD-Fraktion die Überlebensfähigkeit des Gastgewerbes stärken. In ihrem ersten abgelehnten Antrag forderte die Fraktion darüber hinaus, das Gastgewerbe durch weniger Bürokratie zu entlasten und auf die Einführung einer umfassenden Herkunftskennzeichnung für Fleisch auf Speisekarten in Restaurants und Kantinen zu verzichten.

Gefordert wurde außerdem, den Tourismus nach Deutschland zu schützen. So sollten laut dem Antrag Reiseveranstalter und Agenturen mit Unternehmenssitz außerhalb der EU nicht durch eine Drittland-Besteuerung dazu veranlasst werden, Deutschland aus dem Programm ihrer Reiseangebote zu nehmen.

Zweiter abgelehnter AfD-Antrag

Eine sofortige und vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlages forderte die AfD-Fraktion in ihrem zweiten Antrag. Der Solidaritätszuschlag sei im Jahr 1995 eingeführt worden, um den damals in einer schwierigen Haushaltslage befindlichen Bund bei der Finanzierung des Aufbaus Ost zu unterstützen. Mit dem Auslaufen des Solidarpakts II zum 31. Dezember 2019 mangele es dem Solidaritätszuschlag jedoch an einer verfassungsrechtlichen Legitimation. Deshalb sei der Zuschlag abzuschaffen.

Die AfD-Fraktion erinnerte an Äußerungen des früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Professor Hans-Jürgen Papier, dass der Zuschlag nach Ablauf des Solidarpakts II in Gänze verfassungswidrig und daher mit sofortiger Wirkung aufzuheben sei. An dieser Ansicht ändere auch die teilweise Abschaffung des Solidaritätszuschlages nichts.

Die AfD-Fraktion erinnerte auch an frühere Äußerungen und Anträge der FDP-Fraktion sowie der CDU/CSU-Fraktion, die ebenfalls die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlages befürwortet hätten. „Die AfD-Fraktion, die CDU/CSU-Fraktion und die FDP-Fraktion stellen im Deutschen Bundestag der 20. Legislaturperiode eine Mehrheit, mit der die Bundesregierung beauftragt werden kann, die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags sofort umzusetzen“, hieß es in dem Antrag. (hle/emu/irs/ste/16.11.2023)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Gottschalk, Kay

AfD

Kay Gottschalk

Kay Gottschalk

© Kay Gottschalk/ Felix Dornig

Klüssendorf, Tim

SPD

Tim Klüssendorf

Tim Klüssendorf

© Tim Klüssendorf

Rainer, Alois

CDU/CSU

Alois Rainer

Alois Rainer

© Alois Rainer/ Tobias Koch

Müller, Sascha

Bündnis 90/Die Grünen

Sascha Müller

Sascha Müller

© Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion/ Stefan Kaminski

Görke, Christian

Die Linke

Christian Görke

Christian Görke

© DiG/ Thomas Kläber

Mordhorst, Maximilian

FDP

Maximilian Mordhorst

Maximilian Mordhorst

© Maximilian Mordhorst/Rainer Milling

Gutting, Olav

CDU/CSU

Olav Gutting

Olav Gutting

© Olav Gutting/Tobias Koch

Kasper, Carlos

SPD

Carlos Kasper

Carlos Kasper

© Richard Hübner

Karliczek, Anja

CDU/CSU

Anja Karliczek

Anja Karliczek

© Anja Karliczek/Claudia Feldmann

Heselhaus, Nadine

SPD

Nadine Heselhaus

Nadine Heselhaus

© Nadine Heselhaus/Simon Thon

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Dokumente

  • 20/2536 - Antrag: Den Solidaritätszuschlag zügig vollständig abschaffen
    PDF | 187 KB — Status: 04.07.2022
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/4464 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Abgeordneten Kay Gottschalk, Klaus Stöber, Albrecht Glaser, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD - Drucksache 20/2536 - Den Solidaritätszuschlag zügig vollständig abschaffen
    PDF | 172 KB — Status: 15.11.2022
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/8416 - Antrag: Preisexplosion im Gastronomiegewerbe verhindern - Arbeitsplätze sichern - Bürokratie abbauen
    PDF | 192 KB — Status: 19.09.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/9278 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Abgeordneten Sebastian Münzenmaier, Kay Gottschalk, Mike Moncsek, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD - Drucksache 20/8416 - Preisexplosion im Gastronomiegewerbe verhindern - Arbeitsplätze sichern - Bürokratie abbauen
    PDF | 180 KB — Status: 13.11.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/9318 - Antrag: Berufstätige Pendler sofort entlasten - Entfernungspauschalen für Kraftfahrzeuge ab dem ersten Kilometer auf 50 Cent erhöhen und an die Preisentwicklung anpassen
    PDF | 214 KB — Status: 14.11.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überw 20/9318(Dokument, öffnet ein neues Fenster) beschlossen
  • Beschlussempfehlung 20/9278(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 20/8416(Dokument, öffnet ein neues Fenster) ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 20/4464(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 20/2536(Dokument, öffnet ein neues Fenster) ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

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Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw46-de-pendler-entlasten-977844

Stand: 19.08.2026