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Auswärtiges

Bundeswehreinsatz im Mittelmeer soll verlängert werden

Die Bundeswehr soll sich ein weiteres Jahr an der „Nato-geführten maritimen Sicherheitsoperation Sea Guardian“ beteiligen. Das fordert die Bundesregierung in einem Antrag, der am Donnerstag, 22. Februar 2024, erstmals im Bundestag beraten wurde. Im Anschluss an Debatte wurde der Antrag in die Ausschüsse überwiesen. Der Auswärtige Ausschuss soll bei den weiteren Beratungen die Federführung übernehmen.

Antrag der Bundesregierung 

Um im Mittelmeerraum einen Beitrag zur Seeraumüberwachung, zum Lagebildaustausch, zum maritimen Kampf gegen den Terrorismus und zur Beschränkung des Waffenschmuggels im maritimen Umfeld zu leisten, sollen wie bisher bis zu 550 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden können. „Damit stärkt das Bündnis die maritime Sicherheit im Mittelmeer“, schreibt die Bundesregierung in ihrem Antrag.

Das Einsatzgebiet umfasst den Angaben zufolge das Mittelmeer außerhalb der Küstenmeere, die Straße von Gibraltar und ihre Zugänge und den darüber liegenden Luftraum. „Ein Einsatz in Küstenmeeren erfolgt nur nach Zustimmung durch den jeweiligen Anrainerstaat und, sofern dieser nicht Mitglied der Nato ist, auf Beschluss des Nordatlantikrates und nach Zustimmung des Deutschen Bundestages.“ (ahe/hau/22.02.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Pistorius, Boris

Bundesminister der Verteidigung

Boris Pistorius

Boris Pistorius

© Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport

Grübel, Markus

CDU/CSU

Markus Grübel

Markus Grübel

© Markus Grübel/Tobias Koch

Wundrak, Joachim

AfD

Joachim Wundrak

Joachim Wundrak

© Joachim Wundrak/privat

Semet, Rainer

FDP

Rainer Semet

Rainer Semet

© Rainer Semet/James Zabel

Ullrich, Dr. Volker

CDU/CSU

Volker Ullrich

Volker Ullrich

© Dr. Volker Ullrich/Tobias Koch

Diaby, Dr. Karamba

SPD

Karamba Diaby

Karamba Diaby

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Dokumente

  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Reden zu Protokoll: Kiesewetter, Roderich (CDU/CSU), Bacherle, Tobias B. (B90/Grüne)
  • Überw 20/10161(Dokument, öffnet ein neues Fenster) beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

  • Deutscher Bundestag, Internetredaktion
Auswärtiges

Bundeswehr beteiligt sich weiter am Mittel­meer-Einsatz „Sea Guardian“

Die Bundeswehr wird sich ein weiteres Jahr an der Nato-Sicherheitsoperation im Mittelmeer beteiligten. Dafür sollen wie bisher bis zu 550 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden können, um im Mittelmeerraum zur Seeraumüberwachung, zum Lagebildaustausch, zum maritimen Kampf gegen den Terrorismus und zur Beschränkung des Waffenschmuggels im maritimen Umfeld beizutragen.

Der Bundestag hat am Donnerstag, 21. März 2024, den entsprechenden Antrag der Bundesregierung zur Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der Nato-geführten maritimen Sicherheitsoperation „Sea Guardian“ im Mittelmeer (20/10161(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) gebilligt. In namentlicher Abstimmung votierten 563 Abgeordnete für die Beteiligung, 109 stimmten dagegen und zwei enthielten sich. Zur Abstimmung hatte der Auswärtige Ausschuss eine Beschlussempfehlung (20/10649(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und der Haushaltsausschuss einen Bericht zur Finanzierbarkeit (20/10650(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) vorgelegt.

Antrag der Bundesregierung

Das Einsatzgebiet umfasst den Angaben zufolge das Mittelmeer außerhalb der Küstenmeere, die Straße von Gibraltar und ihre Zugänge und den darüber liegenden Luftraum. „Ein Einsatz in Küstenmeeren erfolgt nur nach Zustimmung durch den jeweiligen Anrainerstaat und, sofern dieser nicht Mitglied der Nato ist, auf Beschluss des Nordatlantikrates und nach Zustimmung des Deutschen Bundestages“, heißt es in dem Antrag

Rechtliche Grundlage seien unter anderem mehrere Nato-Beschlüsse seit Juli 2016 und die einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, vor allem Resolution 2292 (2016) vom 14. Juni 2016, zuletzt verlängert durch Resolution 2684 (2023). Das Mandat ist befristet bis Ende März 2025, die einsatzbedingten Zusatzkosten beziffert die Bundesregierung für diesen Zeitraum auf rund 1,9 Millionen Euro. (vom/ahe/ste/21.03.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Bacherle, Tobias B.

Bündnis 90/Die Grünen

Tobias Bacherle

Tobias Bacherle

© Tobias Bacherle/Tarek Musleh

Ziemiak, Paul

CDU/CSU

Paul Ziemiak

Paul Ziemiak

© Paul Ziemiak/ Steffen Böttcher

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Schwabe, Frank

SPD

Frank Schwabe

Frank Schwabe

© photothek

Nolte, Jan Ralf

AfD

Jan Nolte

Jan Nolte

© Jan R. Nolte/Julian Islinger

Sauter, Christian

FDP

Christian Sauter

Christian Sauter

© DBT / Stella von Saldern

Grübel, Markus

CDU/CSU

Markus Grübel

Markus Grübel

© Markus Grübel/Tobias Koch

Pellmann, Sören

Gruppe Die Linke

Sören Pellmann

Sören Pellmann

© DBT / Inga Haar

Weingarten, Dr. Joe

SPD

Joe Weingarten

Joe Weingarten

© Dr. Joe Weingarten/Marco Urban

Dagdelen, Sevim

Gruppe BSW

Sevim Dağdelen

Sevim Dağdelen

© DBT / Inga Haar

Silberhorn, Thomas

CDU/CSU

Thomas Silberhorn

Thomas Silberhorn

© Ralf Rödel

Kubicki, Wolfgang

Bundestagsvizepräsident

Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

© Wolfgang Kubicki/ Tobias Koch

Dokumente

  • 20/10161 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der NATO-geführten Maritimen Sicherheitsoperation SEA GUARDIAN im Mittelmeer
    PDF | 165 KB — Status: 24.01.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/10649 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 20/10161 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der NATO-geführten Maritimen Sicherheitsoperation SEA GUARDIAN im Mittelmeer
    PDF | 169 KB — Status: 13.03.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/10650 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 20/10161, 20/10649 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der NATO-geführten Maritimen Sicherheitsoperation SEA GUARDIAN im Mittelmeer
    PDF | 170 KB — Status: 13.03.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • namentliche Abstimmung zu Beschlussempfehlung 20/10649(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 20/10161(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen)
  • 17:05:05: Beginn der Abstimmung
  • 17:26:17: Ende der Abstimmung
  • Gesamt: 674 Ja: 563 Nein: 109 Enthaltungen: 2
  • Beschlussempfehlung 20/10649(Dokument, öffnet ein neues Fenster) angnommen

Tagesordnung

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https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw08-de-bundeswehr-sea-guardian-988622

Stand: 24.08.2026