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Auswärtiges

Bundeswehreinsatz im Mittelmeer soll verlängert werden

Die Bundesregierung plädiert für die Fortsetzung der Bundeswehrbeteiligung an der durch die Europäische Union geführten Operation Eunavfor med Irini. Ihren Antrag (21/2068(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hat das Parlament am Mittwoch, 15. Oktober 2025, erstmals beraten und im Anschluss zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen. Federführend ist der Auswärtige Ausschuss. 

Antrag der Bundesregierung 

Der Antrag der Regierung zielte darauf ab, die Beteiligung der Bundeswehr an der EU-Mission Eunavfor med Irini im Mittelmeer zu verlängern. Die Operation dient dazu, das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen durchzusetzen und zur Unterbindung von Menschenschmuggel und illegalen Öl-Exporten beizutragen. Die Bundeswehr soll Aufgaben wie die Seeraumüberwachung und -aufklärung übernehmen und dafür wie bisher bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten entsenden können.

Trotz des internationalen Engagements gebe es fortwährend Verstöße gegen das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen durch Zufuhr von Waffen, Material und Kämpfern an die ost- und westlibyschen Akteure, heißt es zur Begründung. Entgegen der 2020 geschlossenen Waffenstillstandsvereinbarung befänden sich weiterhin ausländische Kämpfer, Kräfte und Söldner auf beiden Seiten im Land.

Entwaffnung und Demobilisierung der libyschen Milizen

Ihr vollständiger Abzug sowie ein geregelter Prozess zur Entwaffnung und Demobilisierung der libyschen Milizen, teilweise auch ihre Überführung in reguläre Sicherheitsstrukturen, stünden noch aus. Um eine langfristige politische Stabilisierung Libyens zu ermöglichen und die Friedensperspektive des Landes zu stärken, gelte es, den von den Vereinten Nationen geführten Friedensprozess weiterhin diplomatisch, militärisch und entwicklungspolitisch zu unterstützen. 

Das aktuelle Mandat läuft am 30.November dieses Jahres ab. Verlängert werden soll es um ein Jahr - bis zum 30. November 2026. (hau/15.10.2025)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Lindholz, Andrea

Bundestagsvizepräsidentin

Andrea Lindholz

Andrea Lindholz

© Andrea Lindholz/ Timo Raab

Wadephul, Dr. Johann David

Bundesminister des Auswärtigen

Dr. Johann David Wadephul

Dr. Johann David Wadephul

© Tobias Koch

Otten, Gerold

AfD

Gerold Otten

Gerold Otten

© Gerold Otten/ Studio Loske

Hartmann, Sebastian

Parlamentarischer Staatssekretär der Verteidigung

Sebastian Hartmann

Sebastian Hartmann

© Sebastian Hartmann

Dillschneider, Jeanne

Bündnis 90/Die Grünen

Jeanne Dillschneider

Jeanne Dillschneider

© Jeanne Dillschneider / Stefan Kaminski

Reisner, Lea

Die Linke

Lea Reisner

Lea Reisner

© Lea Reisner/ Jennifer Fey

Ernst, Bastian

CDU/CSU

Bastian Ernst

Bastian Ernst

© Bastian Ernst/ Tobias Koch

Kleinschmidt, Kurt

AfD

Kurt Kleinschmidt

Kurt Kleinschmidt

© Kurt Kleinschmidt

Türk-Nachbaur, Derya

SPD

Derya Türk-Nachbaur

Derya Türk-Nachbaur

© Derya Türk-Nachbaur/ Photothek Media Lab

Lindholz, Andrea

Bundestagsvizepräsidentin

Andrea Lindholz

Andrea Lindholz

© Andrea Lindholz/ Timo Raab

Dokumente

  • 21/2068 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUNAVFOR MED IRINI
    PDF | 191 KB — Status: 08.10.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überw 21/2068(Dokument, öffnet ein neues Fenster) beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

  • Deutscher Bundestag, Internetredaktion
Auswärtiges

Bundes­wehrbeteiligung an „Eunavfor med Irini“ verlängert

Der Bundestag hat am Donnerstag, 13. November 2025, den Antrag der Bundesregierung zur Fortsetzung der Bundeswehrbeteiligung an der durch die Europäische Union geführte Militäroperation „Eunavfor med Irini“ (21/2068(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) im Mittelmeer angenommen. In namentlicher Abstimmung votierten 313 Abgeordnete für die Verlängerung, 182 stimmten dagegen, es gab 69 Enthaltungen. Zur Abstimmung lagen eine Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (21/2648(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und der Haushaltsausschuss einen Bericht gemäß Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages zur Finanzierbarkeit (21/2649(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) vor.

Bundeswehreinsatz im Mittelmeer „Eunavfor Med Irini“

Antrag der Bundesregierung

Der Antrag der Regierung zielte darauf ab, die Beteiligung der Bundeswehr an der EU-Mission „Eunavfor med Irini“ im Mittelmeer zu verlängern. Die Operation dient dazu, das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen durchzusetzen und zur Unterbindung von Menschenschmuggel und illegalen Öl-Exporten beizutragen. Die Bundeswehr soll Aufgaben wie die Seeraumüberwachung und -aufklärung übernehmen und dafür wie bisher bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten entsenden können.

Trotz des internationalen Engagements gebe es fortwährend Verstöße gegen das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen durch Zufuhr von Waffen, Material und Kämpfern an die ost- und westlibyschen Akteure, heißt es zur Begründung. Entgegen der 2020 geschlossenen Waffenstillstandsvereinbarung befänden sich weiterhin ausländische Kämpfer, Kräfte und Söldner auf beiden Seiten im Land.

Entwaffnung und Demobilisierung der libyschen Milizen

Ihr vollständiger Abzug sowie ein geregelter Prozess zur Entwaffnung und Demobilisierung der libyschen Milizen, teilweise auch ihre Überführung in reguläre Sicherheitsstrukturen, stünden noch aus. Um eine langfristige politische Stabilisierung Libyens zu ermöglichen und die Friedensperspektive des Landes zu stärken, gelte es, den von den Vereinten Nationen geführten Friedensprozess weiterhin diplomatisch, militärisch und entwicklungspolitisch zu unterstützen. 

Das aktuelle Mandat läuft am 30.November dieses Jahres ab. Verlängert wurde es um ein Jahr – bis zum 30. November 2026. (ahe/hau/13.11.2025)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Ortleb, Josephine

Bundestagsvizepräsidentin

Josephine Ortleb

Josephine Ortleb

© SPD/Maximilian König

Kiesewetter, Roderich

CDU/CSU

Roderich Kiesewetter

Roderich Kiesewetter

© Roderich Kiesewetter/ Tobias Koch

Kleinschmidt, Kurt

AfD

Kurt Kleinschmidt

Kurt Kleinschmidt

© Kurt Kleinschmidt

Coße, Jürgen

SPD

Jürgen Coße

Jürgen Coße

© Jürgen Coße/ Maximilian König

Amtsberg, Luise

Bündnis 90/Die Grünen

Luise Amtsberg

Luise Amtsberg

© Bündnis 90/Die Grünen / Stefan Kaminski

Becker, Desiree

Die Linke

Desiree Becker

Desiree Becker

© Desiree Becker/ Maurice Jelinski

Lehmann, Jens

CDU/CSU

Jens Lehmann

Jens Lehmann

© Jens Lehmann / Julia Nowak

Otten, Gerold

AfD

Gerold Otten

Gerold Otten

© Gerold Otten/ Studio Loske

Moll, Claudia

SPD

Claudia Moll

Claudia Moll

© Claudia Moll / Maurice Weiss

Winkler, Tobias

CDU/CSU

Tobias Winkler

Tobias Winkler

© Klaus Gruber / www.dolphinphotography.de/Klaus Gruber

Ortleb, Josephine

Bundestagsvizepräsidentin

Josephine Ortleb

Josephine Ortleb

© SPD/Maximilian König

Dokumente

  • 21/2068 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUNAVFOR MED IRINI
    PDF | 191 KB — Status: 08.10.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/2648 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 21/2068 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUNAVFOR MED IRINI
    PDF | 186 KB — Status: 05.11.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/2649 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 21/2068, 21/2648 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUNAVFOR MED IRINI
    PDF | 166 KB — Status: 05.11.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Namentliche Abstimmung zu Beschlussempfehlung 21/2648(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 21/2068(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen)
  • 16:50:37: Beginn der Abstimmung
  • 17:13:59: Ende der Abstimmung
  • Gesamt: 564 Ja: 313 Nein: 182 Enthaltungen 69
  • Beschlussempfehlung 21/2648(Dokument, öffnet ein neues Fenster) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

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https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw46-de-bundeswehr-eunafvor-1123146

Stand: 22.08.2026