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Statistische Erfassung von Morden im Namen der Familienehre

Die AfD-Fraktion dringt in einem Antrag darauf, „im Namen der Familienehre versuchte und vollendete Morddelikte“ statistisch zu erfassen (21/4752). Der Bundestag hat den Antrag am Donnerstag, 19. März 2026, 30 Minuten lang debattiert. Im Anschluss wurde er zur weiteren Beratung an den federführenden Innenausschuss überwiesen. Die AfD hatte Federführung beim Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend beantragt, konnte sich gegen die Mehrheit der übrigen Fraktionen aber nicht durchsetzen.

Antrag der AfD

In ihrem Antrag fordert die AfD-Fraktion die Bundesregierung auf, Fälle von seit 2005 in Deutschland versuchten und vollendeten Morden zu erfassen, die aus Gründen der Familienehre an einem Mädchen oder an einer Frau – und zum Teil (auch) an deren unerwünschtem Intimpartner – durch ihre eigenen Verwandten ersten oder zweiten Grades verübt wurden. Das Ergebnis soll die Bundesregierung nach dem Willen der Fraktion „nach Jahren und Bundesländern geordnet“ der Öffentlichkeit zugänglich machen. Auch wird die Bundesregierung in dem Antrag aufgefordert, das Problemphänomen solcher „Ehrenmorde“ künftig im Zusammenwirken mit den Ländern zu erfassen und in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) auszuweisen. 

In der Vorlage schreibt die Fraktion, dass es in Deutschland auch mehr als 20 Jahre nach dem in Berlin erfolgten Mord an der kurdischstämmigen Hatun Sürücü „weiter mehrfach im Jahr zu im Namen der Familienehre versuchten und vollendeten Tötungsdelikten“ komme. „Bei einem Ehrenmord werden in der Regel Frauen von ihren männlichen Blutsverwandten getötet, weil sie zuvor ein sowohl in den Augen ihrer Familie als auch in den Augen ihrer ethnischen Herkunftsgemeinschaft ehrenrühriges Verhalten, das nicht selten mit ihrer Sexualität zusammenhängt, an den Tag gelegt haben und sich damit nach Ansicht ihrer Verwandten an der Familienehre schuldig gemacht haben“, heißt es in dem Antrag weiter. 

Danach werden in Einzelfällen „auch Männer Opfer von versuchten oder vollendeten Ehrenmorden, etwa wenn sie von den Blutsverwandten einer Frau als unpassender Intimpartner erachtet werden“. Darüber hinaus würden auch „Fälle von Partnerschaftstötungen, bei denen in der Regel ein Mann seine (Ehe-)Partnerin ermordet, weil diese zuvor – etwa aufgrund einer von ihr beabsichtigten oder vollzogenen Trennung – ein in seinen Augen ehrverletzendes Verhalten an den Tag legte und damit gegen gewisse fremdländische Kulturnormen verstieß“, als Ehrenmord bezeichnet, führen die Abgeordneten ferner aus. (sto/19.03.2026)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Bodo Ramelow

Bodo Ramelow

© Die Linke Thüringen

Ramelow, Bodo

Bundestagsvizepräsident

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Kerstin Przygodda

Kerstin Przygodda

© Kerstin Przygodda/ Daniel Schneider

Przygodda, Kerstin

AfD

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Rasha Nasr

Rasha Nasr

© Photothek Media Lab

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Kerstin Przygodda

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© Kerstin Przygodda/ Daniel Schneider

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Dr. Cornell-Anette Babendererde

Dr. Cornell-Anette Babendererde

© Dr. Cornell Babendererde/ Alexander Barwich

Babendererde, Dr. Cornell-Anette

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Irene Mihalic

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© Irene Mihalic/ Annette Koroll

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© Martin Reichardt/Daniel Schneider

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Irene Mihalic

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© Irene Mihalic/ Annette Koroll

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Bündnis 90/Die Grünen

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Bodo Ramelow

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© Die Linke Thüringen

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Bundestagsvizepräsident

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Sebastian Fiedler

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SPD

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Kathrin Gebel

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© Kathrin Gebel/ Nicklas Kurzweil

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Die Linke

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Frederik Bouffier

Frederik Bouffier

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Birgit Bessin

Birgit Bessin

© Birgit Bessin/ AfD-Fraktion

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Jasmina Hostert

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Hostert, Jasmina

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Martin Reichardt

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Jasmina Hostert

Jasmina Hostert

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SPD

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Siegfried Walch

Siegfried Walch

© Siegfried Walch/ Christoph Leonhardt

Walch, Siegfried

CDU/CSU

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Bodo Ramelow

Bodo Ramelow

© Die Linke Thüringen

Ramelow, Bodo

Bundestagsvizepräsident

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Dokumente

  • 21/4752 - Antrag: Frauen schützen - Im Namen der Familienehre versuchte und vollendete Morddelikte statistisch erfassen
    PDF | 619 KB — Status: 17.03.2026
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 21/4752 (Federführung beim Innenausschuss) beschlossen
  • Überweisung 21/4752 beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Internetredaktion

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https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw12-de-frauenschutz-1151750

Stand: 26.03.2026