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12. April 2019
Thierse: Der Bonn-Berlin-Umzug hat die staatliche Vereinigung vollendet

„Berlin ist von nun an die politische Metropole Deutschlands; das umgebaute Reichstagsgebäude ist ab heute Sitz des Deutschen Bundestages.“ Mit diesen Worten umschrieb Bundestagspräsident Dr. h. c. Wolfgang Thierse (SPD) am 19. April 1999 das Ereignis, mit dem dieses Datum in die Geschichtsbücher einging: das deutsche Parlament zieht zurück nach Berlin. 20 Jahre später bewertet der frühere Bundestagspräsident am Freitag, 12. April 2019, im Interview mit dem Parlamentsfernsehen die Zeit vor und nach dem Umzug in die Hauptstadt. Mit dem Wechsel des Parlaments von Bonn nach Berlin sei nach Ansicht Wolfgang Thierse die staatliche Vereinigung Deutschlands vollendet worden. „Wirtschaftlich, sozial, kulturell, menschlich ist sie noch nicht vollendet“, schränkte er allerdings ein, „da ist noch viel zu tun.“ Man sei allerdings nicht mehr mitten auf dem Weg hin zur Vollendung, aber „da haben wir noch ein Stück vor uns“. Nach Ansicht des ehemaligen Bundestagspräsidenten macht das Reichstagsgebäude das Parlament zu einem besonderen Ort, denn „im Reichstag kann man der Geschichte nicht ausweichen“. Es sei das Zentrum der Demokratie, Ort der Parlaments- und Freiheitsgeschichte, „wie auch der entsetzlichen Zeiten unserer Geschichte“. (eis/12.04.2019)

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