09.09.2025 | Parlament

Austausch mit dem taiwanesischen Minister Ming-Hsin Lin

Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen die sich vor einem großen Fenster aufgereiht haben. Im Hintergrund ist der Reichstag zu sehen.

Die SED-Opferbeauftragte und die Delegation mit dem taiwanesischen Minister Ming-Hsin Lin (4. v.r.), der u.a. von der Generaldirektorin des taiwanesischen Staatsarchivs Chiu-Yen Lin begleitet wurde, im Deutschen Bundestag. (© Team Zupke)

Am 9. September traf sich die SED-Opferbeauftragte mit dem taiwanesischen Minister Ming-Hsin Lin, der u.a. von der Generaldirektorin des taiwanesischen Staatsarchivs Chiu-Yen Lin begleitet wurde, zu einem Austausch.


Taiwan hat in den letzten Jahren wesentliche Entwicklungen zur Aufarbeitung der diktatorischen Vergangenheit angestoßen und hierbei immer wieder auf deutschen Erfahrungen aufgebaut. Im Zentrum des Gesprächs standen Fragen der weiteren Verbesserung in der Unterstützung der Opfer. Hier konnte die SED-Opferbeauftragte von der erfolgreichen Überarbeitung der entsprechenden Gesetze in Deutschland berichten, wodurch die soziale Lage der Opfer nachhaltig verbessert wird. Gleichzeitig sprachen der Minister und die Bundesbeauftragte auch darüber, mit welchen Maßnahmen die öffentliche Würdigung der Opfer weiter gestärkt werden kann.

Im Gespräch machte die Opferbeauftragte deutlich, dass Taiwan ein wichtiger demokratischer Anker im indopazifischen Raum ist, der sich in einer direkten Konfrontation mit einem autoritären Regime befindet. Taiwan im Prozess der Diktaturaufarbeitung zu unterstützen, ist daher aus ihrer Sicht ein wichtiger Beitrag in der gemeinsamen Wertepartnerschaft.