Treffen mit den sächsischen Opferverbänden

Auf Einladung der sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur besuchte die SED-Opferbeauftragte am 5. Dezember das Treffen der sächsischen Opferverbände und Aufarbeitungsinitiativen. (© Team Zupke)
Auf Einladung der sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur besuchte die SED-Opferbeauftragte am 5. Dezember das Treffen der sächsischen Opferverbände und Aufarbeitungsinitiativen.
In regelmäßigen Abständen lädt die Landesbeauftragte die Verbände und Initiativen zu einem gemeinsamen Treffen in ihre Räume im Landtag Sachsen ein, um sich gegenseitig über aktuelle Projekte zu informieren und zu vernetzen. In ihrem Impuls berichtete die Bundesbeauftragte von der zurückliegenden Überarbeitung der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze und über die positiven Rückmeldungen, die sie aus den Opferverbänden zu den einzelnen Verbesserungen erreicht haben. Gerade die Erhöhung der Opferrente für die politischen Häftlinge und der Wegfall der Bedürftigkeitsgrenze empfinden viele Betroffene neben der konkreten finanziellen Unterstützung als Wertschätzung für die eigene Lebensleistung.
In den Berichten aus der Arbeit der Verbände und Initiativen nahm insbesondere das 35. Jubiläum der Landesgruppe Sachsen der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V. (VOS) einen besonderen Stellenwert ein. Die VOS in Sachsen ist der älteste Opferverband in Ostdeutschland und leistet seit dreieinhalb Jahrzehnten Vernetzung und Beratung von Betroffenen. Gleichzeitig engagiert sich die VOS Sachsen, die in ihrer Arbeit u.a. von der sächsischen Landesbeauftragten unterstützt wird, auch in der Bildungsarbeit. Besonders beeindruckte die SED-Opferbeauftragte, dass bei der VOS Sachsen mittlerweile auch viele jüngere Menschen engagiert sind.
Aus der Arbeit der Landesbeauftragten wurde neben den Schwerpunkten aus der Arbeit der dortigen Beratungsstelle insbesondere über eine zurückliegende Filmreihe berichtet. Anlass der Filmreihe der Landesbeauftragten war das 60. Jubiläum des 11. Plenums des Zentralkomitees der SED im Dezember 1965, welches unter dem Vorsitz von Walter Ulbricht stattfand. Das Plenum war eine einschneidende Wende in der Kulturpolitik der DDR. So wurden Werke verboten von Künstlerinnen und Künstlern, die sich kritisch mit Entwicklungen in der DDR auseinandersetzten. Sechs dieser Filme zeigte die Landesbeauftragte, in Kooperation mit der Filminitiative Dresden e.V., ergänzt um Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und Expertinnen und Experten.