21.01.2026 | Parlament

„Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ Wanderausstellung des Stasi-Unterlagen-Archivs zu Gast in Coburg

Das Bild zeigt fünf Frauen die auf eine Podium sitzen und sich unterhalten. Vor ihnen steht ein Tisch mit Getränken.

Podiumsgespräch unter dem Titel „Erinnern für die Zukunft“ mit der SED-Opferbeauftragten Evelyn Zupke, der Leiterin des Forschungsbereichs des Stasi-Unterlagen-Archivs Prof. Daniela Münkel (2.v.r.) und Schauspielerinnen von der Gruppe „Kollektiv AT, Jugendzentrum Cosmos in Coburg. (© Team Zupke)

Die Wanderausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ wurde am 23. April 2024 durch die SED-Opferbeauftragte im Mauer-Mahnmal im Deutschen Bundestag eröffnet. Nach vielen Stationen an vielen Orten Deutschlands, ist sie seit dem 21. Januar 2026 und bis zum 25. Februar 2026 im Jugendkulturzentrum in Coburg zu sehen. 

Den Auftakt der Station in Coburg bildete die Eröffnungsveranstaltung mit Can Aydin, 3. Bürgermeister Stadt Coburg, Anna Stößel, Geschäftsführerin der Volkshochschule Coburg, Stefan Vinzelberg, Leiter Jugendkulturzentrum COSMOS und Prof. Daniela Münkel, Abteilungsleiterin Forschung beim Stasi-Unterlagen-Archiv, sowie der SED-Opferbeauftragten und weiteren Gästen. Bei einem Podiumsgespräch unter dem Titel „Erinnern für die Zukunft“ diskutierten Frau Prof. Daniela Münkel, Evelyn Zupke und die Schauspielerinnen Julia Gebhardt und Lina Wölfel von der Gruppe „Kollektiv AT“ über die Bedeutung der Stasi-Unterlagen für die Aufarbeitung des SED-Unrechts, insbesondere auch für die Generation, die nach der Wiedervereinigung geboren wurde.

„Die Wanderausstellung bietet mit ihren unterschiedlichen Objekten aus Schriftstücken, Karteikarten, Tonbändern oder Fotos Einblicke in das Handeln der DDR-Staatssicherheit, die ihre Bürgerinnen und Bürger ausspionierte, manipulierte und überwachte. Sie bietet damit einen wichtigen direkten Einblick in einen der Maschinenräume der SED-Diktatur“, so Evelyn Zupke.

Hintergrund zur Ausstellung:

Die Wanderausstellung des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archiv präsentiert insgesamt 21 Objekte zur Geschichte der DDR-Geheimpolizei, ihren Methoden und den Folgen der Bespitzelung für die Betroffenen. Die Faksimiles stammen aus den Beständen des Stasi-Unterlagen-Archivs. Die Ausstellung ist als Vor-Ort- und zugleich Online-Ausstellung konzipiert: Auf den Vitrinen finden sich neben Kurztexten QR-Codes, die zur Webseite www.alles-wissen-wollen.de führen. Hier finden Besucherinnen und Besucher Hintergrundinformationen mit insgesamt knapp 400 Dokumenten, Fotos, Audios und Filmen.

Das Stasi-Unterlagen-Archiv ist seit 2021 Teil des Bundesarchivs. Es sichert und bewahrt die hinterlassenen Unterlagen der Staatssicherheit der DDR und stellt sie auf der Grundlage des Stasi-Unterlagen-Gesetzes Privatpersonen, Institutionen und der Öffentlichkeit auf Antrag zur Verfügung. Insgesamt lagern in den Beständen mehr als 111 Kilometer Aktenmaterial, mehr als 1,7 Millionen Fotos, sowie Karteikarten, Filme, Tondokumente und Microfiches. Die Wanderausstellung ist als eines der ersten Projekte des Stasi-Unterlagen-Archivs als Teil des Bundesarchivs entstanden. 

Seit der Eröffnung der Wanderausstellung durch die SED-Opferbeauftragte am 23. April 2024 im Deutschen Bundestag im Mauer-Mahnmal war die Wanderausstellung bereits in vielen Orten Deutschlands zu sehen, so zum Beispiel in Hannover, Koblenz, Schwerin, Krefeld und Hamburg.