Zu Gast bei der Veranstaltungsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung

Dr. Joachim Klose, Landesbeauftragter für Berlin und Leiter des Politischen Bildungsforums Berlin und Leiter Grundlagenforum der Konrad-Adenauer-Stiftung (Moderator), Evelyn Zupke, Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, Prof. Dr. Daniela Münkel, Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung beim Bundearchiv, Lars Rohwer, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU/CSU-Fraktion) (v.l.n.r.) (© Team Zupke)
„Nach dem Nationalsozialismus eine zweite deutsche Diktatur?“, unter diesem Titel steht eine neue Veranstaltungsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Umgang mit den Folgen der SED-Diktatur. In vier verschiedenen Veranstaltungen wird die Frage beleuchtet, wie es möglich war, dass nach dem Nationalsozialismus sich im Osten Deutschlands erneut ein diktatorisches System entstehen konnte. Die Reihe ist dem Studenten Herbert Belter, welcher wegen seines gewaltfreien Widerstandes gegen die Diktatur in der DDR 1951 in Moskau hingerichtet wurde, gewidmet.
Die Auftaktveranstaltung fand in Kooperation mit dem Bundesarchiv am 17. Februar 2026 in der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin Lichtenberg statt und trug den Titel: „Das System der Repression. Die Stasi-Unterlagen und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung“.

Die SED-Opferbeauftragte und Lars Rohwer, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU/CSU-Fraktion). (© Team Zupke)
Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Daniela Münkel, Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung beim Bundearchiv, Lars Rohwer, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU/CSU-Fraktion) und die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur beim Deutschen Bundestag Evelyn Zupke insbesondere über die Mechanismen der Diktaturdurchsetzung und die Bedeutung des Stasi-Unterlagen-Archivs für Erinnerung, Forschung und Gerechtigkeit. Hervorgehoben wurde die besondere Stellung der Bildungsarbeit, die es gelte, nicht nur weiterzuführen, sondern zu erweitern und noch stärker um moderne digitale Instrumente der Wissensvermittlung zu ergänzen. Mit Blick auf das Leitthema der Veranstaltungsreihe warb die SED-Opferbeauftragte für einen kritischeren Umgang in unserer heutigen Gesellschaft mit dem Erbe aus der Zeit der DDR. Hierzu gehört für sie beispielsweise, dass auch heute noch Straßen nach Unrechtsakten, wie der sogenannten Bodenreform oder nach Größen der SED, wie dem früheren Präsident der DDR, benannt sind.