30.04.2026 | Parlament

Gedenken an Michael Gartenschläger und Ausstellungseröffnung

Das Bild zeigt fünf Schülerinnen und drei Frauen, alle stehen draußen und unterhalten sich. Auf dem Bild zeigt auch ein Backsteingebäude und Garten.
Das Bild zeigt einen Blumengebinde, der auf einer Granitstehle liegt. Alles befindet sich in einem Raum mit Ausstellungsexponaten.
Das Bild zeigt einen großen Raum in dem viele Menschen / Zuschauer auf Stühlen sitzen.
Das Bild zeigt eine Frau die spricht. Hinter ihr sieht man einen Vorhang und ein Roll-Up mit der Aufschrift Der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur www.landesbeauftragter.de
Das Bild zeigt vier Männer und eine Frau, alles stehen in einem Raum und unterhalten sich.
Das Bild zeigt ein rotes Backsteingebäude.

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Die SED-Opferbeauftragte u. a. mit Schülerinnen vom des Gymnasiums Wentorf, vor dem Informationszentrum zur Innerdeutschen Grenze Grenzhus Schlagsdorf. (© Team Zupke)

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Blumenkranz / Gedenken an Michael Gartenschläger (© Team Zupke)

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Veranstaltung „Aufbegehren gegen Diktatur und Grenze: Michael Gartenschläger vor 50 Jahren erschossen“ im Café Grenzstein Schlagsdorf (© Team Zupke)

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Die SED-Opferbeauftragte bei ihrem Grußwort bei der Veranstaltung „Aufbegehren gegen Diktatur und Grenze: Michael Gartenschläger vor 50 Jahren erschossen“ im Café Grenzstein Schlagsdorf (© Team Zupke)

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Die SED-Opferbeauftragte mit dem Landesbeauftragten von Mecklenburg-Vorpommern Burkhard Bley, dem Neffe von Michael Gartenschläger, Wolfgang Wiese und dem ehemaliger Zollbeamten und Gerline Haker, in der Dauerausstellung Grenzhus Schlagsdorf (© Team Zupke)

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Grenzhus Schlagsdorf (© Team Zupke)

Am 30. April 1976 wurde Michael Gartenschläger bei dem Versuch, eine von der DDR an der innerdeutschen Grenze, bei Wendisch Lieps, installierte Selbstschussanlage (SM 70) abzumontieren, von einem Spezialkommando der Staatssicherheit der DDR erschossen. Dem in der BRD lebenden Handwerker und ehemaligen DDR-Häftling Gartenschläger, der im Jahre 1971 nach zehn Jahren Haft von der Bundesrepublik freigekauft worden war, gelang es zuvor, eine solche SM-70 an der innerdeutschen Grenze zu demontieren. Er wollte so die bis dahin im Westen unbekannte Wirkungsweise der Splittermine zeigen.

Unter dem Titel „Aufbegehren gegen die Diktatur und Grenze: Michael Gartenschläger vor 50 Jahren erschossen“, fand anlässlich seines 50. Todestages im Informationszentrum zur Innerdeutschen Grenze Grenzhus Schlagsdorf eine Gedenkveranstaltung statt. Nach einer Begrüßung durch den Leiter des Informationszentrums, Dr. Andreas Wagner, würdigte die SED-Opferbeauftragte in ihrem Grußwort den Kampf Gartenschlägers gegen das unmenschliche Grenzregime der DDR. „Der Kampf gegen die Diktatur, war es, was Michael Gartenschläger antrieb. Ein Kampf, den er mit seinem Leben bezahlte.“

In seinem Vortag zeichnete Burkhard Bley, Landesbeauftragter für die Aufarbeitung der SED-Diktatur in Mecklenburg-Vorpommern und Mitveranstalter, das viel zu kurze Leben Gartenschlägers nach. Vier Schülerinnen des Gymnasiums Wentorf präsentierten ihr preisgekröntes Hörspiel(Externer Link) über Michael Gartenschläger. Dafür hatten die Schülerinnen einen Jugendfreund Gartenschlägers und weitere Zeitzeugen interviewt, Stasiakten ausgewertet und das Grenzhus Schlagsdorf besucht, wo eine nachgebaute Selbstschussanlage vom Typ SM70 zu besichtigen ist.

Bevor die Wanderausstellung „DDR-Jugendopposition / Das Schicksal Michael Gartenschläger“ eröffnet wurde, berichteten die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Thomas Köckeritz, Neffe von Michael Gartenschläger, Wolfgang Wiese vom Freundeskreis Michael Gartenschläger, Dieter Schmidt als ehemaliger Zollbeamte und Gerline Haker, Schöffin im Prozess gegen die Todesschützen, dem interessierten Publikum aus ihren Erinnerungen.