Deutscher Bundestag wählt Evelyn Zupke erneut zur SED-Opferbeauftragten

Die SED-Opferbeauftragte gemeinsam mit Dieter Dombrowsky, Bundesvorsitzender der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft und Frank Eber, Berliner Landesbeauftragter für die Aufarbeitung der SED-Diktatur (© Team Zupke)
Der Deutsche Bundestag hat in seiner heutigen Sitzung Evelyn Zupke für eine zweite Amtszeit als Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur gewählt.
Zupke: „Ich bin den Abgeordneten des Deutschen Bundestages dankbar für das große Vertrauen in mich und meine Arbeit. Es ist für mich eine Ehre, auch weiterhin den Menschen, die in der SED-Diktatur für Selbstbestimmung und Demokratie gekämpft haben und zu Opfern wurden, im Herzen unserer heutigen Demokratie eine Stimme zu geben.“
Mit Blick auf die Schwerpunkte ihrer neuen Amtszeit erklärte Zupke:
„Wir haben für die Opfer der SED-Diktatur viel erreicht in den letzten Jahren. Das betrifft wegweisende Verbesserungen in der konkreten Unterstützung der Betroffenen, aber auch eine verstärkte öffentliche Würdigung der Lebensleistungen der Opfer. An diese erfolgreiche gemeinsame Arbeit möchte ich mit dem Bundestag anknüpfen. Gleichzeitig erlebe ich, dass gerade die Opfer der SED-Diktatur, bei denen nicht die Staatssicherheit, sondern andere Institutionen in der DDR Unrecht verübt haben, wenig öffentliche Anerkennung und konkrete Unterstützung erfahren. Für diese Menschen möchte ich mich in Politik und Gesellschaft besonders einsetzen.“