02.06.2026 | Parlament

Die SED-Opferbeauftragte zu Gast an der Berliner Humboldt-Universität

Das Bild zeigt einen Klassenraum mit jungen Menschen und einer älteren Frau. Alle sitzen an Tischen und sind im Gespräch mit der Frau.

Die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke an der Humboldt-Universität beim vom Berliner Aufarbeitungsbeauftragten (BAB) angebotenen Seminar „Die DDR. Aufarbeitung einer Diktatur“. (© Team Zupke)

Am 2. Juni 2026 war die SED-Opferbeauftragte an der Humboldt-Universität beim vom Berliner Aufarbeitungsbeauftragten (BAB) angebotenen Seminar „Die DDR. Aufarbeitung einer Diktatur“. 

Dr. Anja Schröter und Dr. Jens Schöne vom BAB begleiten das Projekt und legen in ihrem Seminar den Fokus auf zentrale Themen und Facetten der Aufarbeitung der SED-Diktatur in Theorie und Praxis. Dabei kommt jeweils ein konkretes Thema zur Sprache, welches von einer bestimmten Institution begleitet wird.

Unter dem Titel „Betroffene der SED-Diktatur und rechtliche Grundlagen“ stellte Evelyn Zupke ihr Amt als SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag vor und kam mit den angehenden Lehrerinnen und Lehrern und Historikerinnen und Historikern ins Gespräch. Besonders interessierte die Studierenden ihr persönlicher Werdegang vom Leben in der DDR zwischen Anpassung und Widerspruch bis zu ihrer Wahl zur SED-Opferbeauftragten durch den Deutschen Bundestag. Zugleich lag der Fokus des Gesprächs auf der Arbeit der Opferbeauftragten im parlamentarischen Raum und darauf, wie es gelingt, für unterschiedliche Opfergruppen geeignete Unterstützung zu schaffen. 

Die SED-Opferbeauftragte zeigte sich beeindruckt vom breiten Interesse der Studierenden und der großen Empathie für die Opfer: „Wenn ich an Hochschulen zu Gast bin, erlebe ich immer wieder, wie sehr sich Studierende für das Leben in der Diktatur interessieren – und dafür, wie wir den Opfern heute helfen können. Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Universitäten solche Seminare anbieten, wie die Humboldt-Universität dies tut. Junge Menschen interessieren sich für die SED-Diktatur und ihre Folgen für die einzelnen Menschen und unsere Gesellschaft. Sie brauchen aber passende Angebote, um sich damit vertiefter auseinandersetzen zu können.“