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SED-Opferbeauftragte

Artikel

2. November 2021

Eröffnung Länderübergreifender Verbund zu Erforschung der gesundheitlichen Langzeitfolgen von SED-Unrecht

Eine ältere Frau steht hinter einem Pult und spricht zum Publikum. Hinter ihr läuft an einer Leinwand eine Präsentation ab.

Evelyn Zupke bei der Einführungsveranstaltung des länderübergreifenden Forschungsverbunds zur Untersuchung der „Gesundheitlichen Langzeitfolgen von SED-Unrecht“ in Magdeburg.

© Universität Jena / Nic Schneider

Am 3. November 2021 nahm die SED-Opferbeauftragte gemeinsam mit dem gesamten Projektteam,  den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, sowie Vertreterinnen und Vertretern einzelner Betroffenenverbände an der Einführungsveranstaltung des länderübergreifenden Forschungsverbunds zur Untersuchung der „Gesundheitlichen Langzeitfolgen von SED-Unrecht“ in Magdeburg teil.

In ihrem Grußwort betonte die SED-Opferbeauftragte, dass die Forschung zu den gesundheitlichen Langzeitfolgen von SED-Unrecht essentiell ist, um die Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Betroffenen weiter zu verbessern. Zudem scheitern viele Betroffene heute bei der Anerkennung von gesundheitlichen Langzeitschäden. Diese Anerkennung ist jedoch Voraussetzung für den Zugang zu dringend benötigter Unterstützung für die Betroffenen. 

Niemand, der im SED-Unrechtsstaat für Freiheit und Selbstbestimmung gekämpft hat, sollte heute in unserer demokratischen Gesellschaft ins Abseits geraten.

Mit Blick auf die mehrjährigen Verfahrensdauern, die niedrigen Anerkennungsquoten und das zunehmende Alter der Betroffenen besteht dringender Handlungsbedarf, so Zupke. Um eine substanzielle Verbesserung für die SED-Opfer zu erzielen, forderte sie grundsätzliche und weitreichende Veränderung der Verfahren.

Der Forschungsverbund mit seinen Teilprojekten leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, so Zupke, denn mit der systematischen Erforschung der gesundheitlichen Folgen von SED-Unrecht kann ein Fundament für die nachhaltige Verbesserung der Versorgung der Betroffenen gelegt werden. Aus Sicht der SED-Opferbeauftragten ist das auf drei Jahre angelegte Projekt der Einstieg in eine vertiefte Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Folgen von SED-Unrecht. In den kommenden Jahren bedarf es, so die SED-Opferbeauftragte, einer Weichenstellung für ein dauerhaftes nationales Kompetenzzentrum zur Begutachtung und Behandlung von gesundheitlichen Langzeitfolgen.

Das Verbundprojekt „Gesundheitliche Langzeitfolgen von SED-Unrecht“ ist eine Kooperation der Universitätskliniken Jena, Leipzig, Magdeburg und Rostock. Es wird für drei Jahre durch den Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland gefördert.

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